VfB Stuttgart: Gutes Händchen für Joker

Schwaben mit viel Torgefahr von der Bank

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Dienstag, 24.03.2020 | 17:09

Nicolas Gonzalez zieht gegen Bochum ab.

Nicolas Gonzalez ist einer von drei VfB-Angreifern, die nach Einwechslungen schon bei drei Treffern stehen. ©imago images/MIS

Obwohl der VfB Stuttgart nur einen Punkt aus den letzten beiden Spielen vor der Unterbrechung holte, verbringen die Schwaben diese auf dem zweiten Rang und damit einem direkten Aufstiegsplatz - Wohlweislich der Unklarheit, wie es in den kommenden Wochen und Monaten im Fußball weitergeht.

Um den sportlichen Status Quo einzuordnen, liegen nach 25 absolvierten Spieltagen aber schon einige Erkenntnisse vor. Eine davon: Kein anderer Zweitligist verfügt über so gefährliche Joker wie der VfB.

Joker-Trio trifft dreifach

Zehn Mal wechselten Trainer Pellegrino Matarazzo und dessen Vorgänger Tim Walter einen Akteur ein, der im weiteren Spielverlauf noch traf - Rund ein Viertel der 41 Stuttgarter Saisontore geht somit auf das Konto von Einwechselspielern. Mit Nicolas Gonzalez, Silas Wamangituka und Hamadi Al Ghadioui schafften es dabei ein Trio, jeweils drei Mal zu treffen.

Neben dem glücklichen Händchen des jeweiligen Coaches auch ein Zeichen für die große Qualität, auf die dieser in der Offensive zurückgreifen kann. Da die meisten Gegner den Schwaben eher defensiv begegnen, ist die Möglichkeit, in der Schlussphase noch einen weiteren treffsicheren Angreifer zu stellen, ein Faustpfand, das ein Klub mit den Ambitionen des VfB benötigt, um diesen auch gerecht zu werden.

Unterschiedliche Ziele bei Einwechslungen?

Stellt man die Zahlen beider Trainer gegenüber, wird eine Auffälligkeit deutlich. Acht der zehn Jokertore fielen in den 18 Partien unter Walter, zwei in sieben Spielen mit Matarazzo an der Seitenlinie. Auf der anderen Seite gaben die Einwechselspieler unter beiden Trainern exakt vier Vorlagen, die zu einem Treffer führten.

Während Walter - so ein Interpretationsversuch - scheinbar die direkte Gefahr vor dem gegnerischen Tor mit Einwechslungen erhöhte, verleiht Matarazzo Stuttgart neue spielerische Impulse durch personelle Wechsel.

Wenn der Spielbetrieb wieder läuft und Stuttgart auch weiterhin von Jokertoren profitiert, und natürlich weiter auf einem direkten Platz in Richtung 1. Bundesliga steht, dürfte es allen Beteiligten aber wohl egal sein, ob die Joker treffen oder vorbereiten.

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