VfB Stuttgart: Kalajdzic‘ Rennen gegen die Zeit

Angreifer kämpft sich zurück

Sasa Kalajdzic (in grün) im Sommertraining des VfB.

Sasa Kalajdzic kämpft sich nach einer schwerwiegenden Knieverletzung zurück. ©imago images/Sasa Kalajdzic

Anfang Juli verpflichtete der VfB Stuttgart Sasa Kalajdzic von Admira Wacker Mödling aus Österreich. Sportvorstand Thomas Hitzlsperger äußerte bei der Vorstellung des Angreifers die Hoffnung, dass er sich „schnell zu einem wichtigen Faktor in unserer Offensive entwickeln wird.“

Daraus wurde bislang nichts, nur zwei Wochen später riss sich Kalajdzic in einem Testspiel gegen Bundesligist SC Freiburg das Kreuzband, das Innenband und den Meniskus. Ein Pflichtspiel für die Schwaben konnte er in der Folge noch nicht bestreiten.

Dass derzeit noch ohne Zweikämpfe trainiert wird, kommt mir sehr entgegen. (Sasa Kalajdzic)

„Ich hatte keine Hoffnung darauf, dass ich in dieser Saison noch mal spielen werde“, gibt der 22-Jährige nun gegenüber der Bild (Ausgabe vom 21.04.2020) einen Einblick in sein Gefühlsleben kurz nach der Verletzung. Aber: „Jetzt ist alles anders“, wie er mit Blick auf die Zwangspause durch Corona und die Folgen des Virus für das Training beschreibt.

„Die Einheiten in den Kleingruppen sind für mich perfekt dosiert, es ist der bestmögliche Einstieg für mich. Auch, dass derzeit noch ohne Zweikämpfe trainiert wird, kommt mir sehr entgegen“, hält der Angreifer fest, der wieder am Trainingsbetrieb teilnimmt.

So könnte das Gedränge im Angriff des VfB bald noch etwas größer werden. Rechnet man Nicolas Gonzalez und Silas Wamangituka nicht hinzu, die unter Trainer Pellegrino Matarazzo zuletzt häufiger auf die Flügel auswichen, stehen mit Mario Gomez und Hamadi Al Ghaddioui noch zwei weitere zentrale Angreifer zur Verfügung.

Noch mehr Präsenz in der Luft

Obwohl weder Gomez (1,89m) noch Al Ghaddioui (1,93m) kleingewachsen sind, bringt Kalajdzic mit exakt 2 Metern Körpergröße zusätzliche Lufthoheit mit. Gegen vorsichtige Gegner, die dem VfB in Liga zwei häufiger begegnen, bietet sich so eine weitere Möglichkeit, tiefstehende Mannschaften zu bearbeiten und Lücken zu reissen.

Bis der ehemalige U21-Nationalspieler Österreichs im Spielbetrieb mitmischen kann, wird es aber noch etwas dauern. Nicht nur auf Grund der unklaren Situation durch Corona war bisher an Zweikämpfe nicht zu denken. Sobald sich das ändert, wird Kalajdzic noch an der nötigen Wettkampfhärte arbeiten müssen.