VfB Stuttgart legt sich Gegner zurecht

Walter-Taktik geht auf - Nachholbedarf in Halbzeit zwei

Tim Walter als Trainer des VfB Stuttgart

Trotz Verbesserungsbedarf zufrieden mit seiner Mannschaft: Tim Walter. ©Imago images/Pressefoto Baumann

Im DFB-Pokal konnte sich der VfB Stuttgart für die herbe 2:6-Niederlage gegen den HSV vom vergangenen Wochenende revanchieren. Nicht immer kann die Pokal-Form mit in die Liga genommen werden – den Schwaben gelang dies allerdings am gestrigen Sonntag beim verdienten Sieg gegen Dynamo Dresden.

Bereits in der dritten Minute ging der VfB durch ein Eigentor der Gäste in Führung, Santiago Ascacibar sorgte noch vor der Pause für das beruhigende 2:0 – der Plan von Trainer Tim Walter ging vorerst auf. „Ich glaube, dass wir in der ersten Halbzeit den Gegner für uns so zurechtgelegt haben, um letztendlich dann in der zweiten Halbzeit zu ernten“, sagte Walter nach dem Spiel gegen Dynamo auf der Pressekonferenz.

Lernprozess

Was passiert, wenn Stuttgart zur Halbzeit führt, war in dieser Saison viermal zu beobachten. Jedes dieser Spiele gewann der VfB am Ende, gab keine Führung aus der Hand. Nichtsdestotrotz zeigte auch die Partie gegen Dynamo, dass die Walter-Elf derzeit anfällig in der Phase direkt nach der Pause ist.

In der 52. Minute fiel gestern der Anschlusstreffer der Gäste, bereits gegen den HSV und Holstein Kiel kassierten die Stuttgarter zwischen der 45. und der 60. Minute ein Gegentor. Dass dies am gestrigen Sonntag erneut passierte, heftet Walter im Ordner „Lernprozess“ ab. „Dass wir einfach nicht fahrig aus der Halbzeit kommen, sondern konsequent weiterspielen“, sei ein Ziel, so der Fußballlehrer.

Ob seine Mannschaft die Vorgabe am kommenden Wochenende umsetzen kann? Am Samstag geht es jedenfalls zum VfL Osnabrück, wo die Schwaben in der ersten Halbzeit wieder vorbauen können. In den letzten sieben Spielen lag der kommende Gegner nie zur Pause in Front, lief dreimal einem Rückstand hinterher.

Dass gegen Osnabrück eine Halbzeitführung allerdings noch nicht die halbe Miete ist, bewies die Mannschaft von Trainer Daniel Thioune zuletzt gegen Regensburg, als sie nach der Halbzeit einen Zwei-Tore-Rückstand aufholte. Konzentration über die komplette Spielzeit wird also vom VfB an der ausverkauften Bremer Brücke gefragt sein.

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