VfB Stuttgart: Was machen die Leihspieler?

Sieben Profis bis zum Sommer bei anderen Klubs

Chadrac Akolo

Chadrac Akolo (l.) wird nicht nach Stuttgart zurückkehren. © imago images / Panoramic

Mit Gregor Kobel, Wataru Endo, Nathaniel Philipps und Pascal Stenzel hat der VfB Stuttgart aktuell vier lediglich ausgeliehene Profis in seinen Reihen, die allesamt zum engeren Kreis der Startelf zählen und deren Zukunft über den 30. Juni hinaus im Moment noch offen ist. Während Dynamo Dresden (6), der Hamburger SV, der VfL Osnabrück und der SV Wehen Wiesbaden (je 5) noch mehr Leihspieler in ihren Reihen haben, führt der VfB das Ranking der verliehenen Akteure mit sieben Spielern an.

Dennoch werden wohl maximal fünf Akteure zur neuen Saison nach Stuttgart zurückkehren. Denn Chadrac Akolo wurde zunächst zwar nur an den SC Amiens verliehen, zugleich aber für den Sommer 2020 eine Kaufpflicht vereinbart, sodass der kongolesische Offensivmann in Frankreich bleiben wird. Dort ist Akolos Bilanz mit 15 Einsätzen, davon nur fünf von Beginn an, sowie zwei Toren und einer Vorlage bislang noch ausbaufähig.

Das gilt auch für den ebenfalls in der französischen Ligue 1 gelandeten Anastasios Donis, der in 15 Spielen für Stade Reims noch ohne jede Torbeteiligung ist. Neunmal wurde der Grieche lediglich eingewechselt, kann aber dennoch mit seinem Verbleib in Reims planen. Weil Reims eine überraschend gute Saison spielt und aktuell auf Rang fünf steht, wird die für den Fall des Klassenerhalts vereinbarte Kaufpflicht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit greifen.

Thommy überzeugt in Düsseldorf – Maffeo und Ailton als Stammspieler

Von allen VfB-Leihspielern am besten entwickelt hat sich unterdessen fraglos Erik Thommy, der bei Fortuna Düsseldorf zu den Leistungsträgern zählt und der mit fünf Toren sowie vier Vorlagen in 25 Bundesliga-Spielen großen Anteil daran hat, dass die Rheinländer überhaupt noch auf den Klassenerhalt hoffen dürfen. Ob die Fortuna die Kaufoption in Höhe von dem Vernehmen nach gut drei Millionen Euro ziehen wird bzw. kann, hängt unterdessen auch davon ab, wie sich die im Moment inmitten der Corona-Krise schwierige Finanzsituation entwickelt.

Stammkraft ist auch Pablo Maffeo beim FC Girona, allerdings nur in der zweiten spanischen Liga. Der Rechtsverteidiger, der 2018 für rund neun Millionen Euro von Manchester City kam und aktuell als teurer Flop in den Büchern steht, bestritt bisher 27 Partien und darf auf Rang fünf stehend auf den Aufstieg hoffen, der Maffeos Chancen auf einen Verbleib in Girona sicherlich erhöhen würde.

Der 2017 verpflichtete Ailton ist derweil schon auf seiner dritten Leihstation unterwegs. Bei Qarabag Agdam ist der brasilianische Linksverteidiger gesetzt und bestritt sogar sechs Europa-League-Gruppenspiele über die volle Distanz, nachdem der Klub aus Aserbaidschan zuvor in der Champions-League-Qualifikation an APOEL Nikosia gescheitert war.

Talente sammeln Spielpraxis

Ob Ailton in Stuttgart noch eine Chance erhält, ist dennoch fraglich. Mit Nikolas Nartey und David Kopacz dürften dagegen zwei Talente ab Sommer die Gelegenheit erhalten, sich zu beweisen.

Der im vergangenen Sommer vom 1. FC Köln gekommene Däne Nartey wurde direkt an Hansa Rostock verliehen und ließ in verletzungsbedingt nur elf Drittliga-Einsätzen (ein Tor, zwei Vorlagen) sein unzweifelhaft vorhandenes Potential im zentralen Mittelfeld der Ostseestädter aufblitzen. Kopacz bestritt für Gornik Zabrze in der polnischen Ekstraklasa 20 Partien, davon zwölf von Beginn an. Der polnische U21-Nationalspieler weist dabei indes eine für einen Offensivspieler ausbaufähige Ausbeute von lediglich einer Vorlage auf.

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