VfL Bochum: Der breite Kader zahlt sich aus

Mehrere Alternativen für den verletzten Simon Zoller

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Dienstag, 26.05.20 | 13:32

Simon Zoller

Simon Zoller kann sein Trefferkonto in dieser Saison nicht mehr aufstocken. © imago images / Team 2

Kurz nach der Partie des VfL Bochum beim Karlsruher SC (0:0) ließen die Aussagen von Trainer Thomas Reis noch darauf hoffen, dass es sich bei der Auswechslung des angeschlagenen Simon Zoller zehn Minuten vor dem Ende lediglich um eine Vorsichtsmaßnahme gehandelt hat. Inzwischen allerdings steht fest, dass es den Angreifer schwerer erwischt hat und für Zoller die Saison wohl schon beendet ist.

So vermeldete der VfL Bochum am Dienstagmittag via Twitter, dass sich der Verdacht auf einen Teilriss des Außenbandes im Knie, der eine Pause von mehreren Wochen erfordern dürfte, bestätigte. Zoller, der bei 15 seiner 23 Saisoneinsätze in der Startelf stand und mit sechs Toren sowie drei Assists drittbester Scorer nach Danny Blum (9+11) und Silvere Ganvoula (12+6) ist, hinterlässt nun an den verbleibenden sieben Spieltagen sicherlich eine Lücke.

Vor der Partie am Mittwoch gegen Holstein Kiel kommt im Offensivbereich erschwerend hinzu, dass auch Blum aufgrund seiner muskulären Probleme weiterhin keine Option darstellt. Er konnte noch nicht ins Mannschaftstraining einsteigen und fällt damit gegen Kiel aus. Und dennoch verfügt Trainer Reis dank eines vergleichsweise breiten Kaders über einige Alternativen.

Vitaly Janelt wieder fit

Belässt es Reis beim zuletzt praktizierten 4-2-3-1 mit Robert Zulj als Zehner hinter Mittelstürmer Ganvoula stehen für die Flügel mit Jordi Osei-Tutu, Tom Weilandt und Milos Pantovic vor allem drei Profis zur Auswahl. Osei-Tutu, der vor dem Spiel in Karlsruhe leicht angeschlagen nicht voll trainieren konnte und womöglich bis zu seiner frühen Auswechslung auch deshalb keinen guten Tag erwischte, wird tendenziell erneut das Vertrauen erhalten. Der für Osei-Tutu eingewechselte Pantovic empfahl sich unterdessen mit einem ordentlichen Auftritt für seine erste Startelfchance seit Dezember.

Weil der zuletzt zweimal wegen Rückenproblemen ausgefallene Vitaly Janelt wieder fit ist, wäre grundsätzlich aber auch die Rückkehr zum vor der Corona-Pause praktizierten 4-3-3 mit drei eher defensiv orientierten Mittelfeldspielern im Zentrum denkbar. Hinter Ganvoula könnte dann Zulj zusammen mit Sebastian Maier oder Tom Weilandt eine Doppel-Zehn bilden. Diese Variante wäre aber insbesondere nach dem starken Auftritt im 4-2-3-1 gegen den 1. FC Heidenheim (3:0) im letzten Heimspiel eine Überraschung.

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