VfL Bochum: Der Spielplan als Vorteil?

Erneuter Fehlstart soll vermieden werden

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Mittwoch, 09.09.20 | 08:25
Thomas Reis

Führte den VfL vergangene Saison in die Spur: Thomas Reis. © imago images / Team2

Wenn der VfL Bochum am Samstag (15.30 Uhr) mit dem DFB-Pokal-Spiel gegen den FV Engers den Pflichtspielauftakt der neuen Saison bestreitet, kommen zwangsläufig auch Erinnerungen an das Vorjahr auf. Damals war der äußerst mühsame 3:2-Erfolg beim KSV Baunatal nach einer 1:3-Niederlage bei Jahn Regensburg und einem 3:3 gegen Arminia Bielefeld bereits das dritte Pflichtspiel – und zugleich das drittletzte unter Trainer Robin Dutt.

Nach einem 0:1 beim Hamburger SV und einem 3:3 gegen den SV Wehen Wiesbaden war Dutt schon früh in der Saison Geschichte, doch der Bochumer Fehlstart sollte sich noch deutlich verlängern. Unter Interimstrainer Heiko Butscher wurde beim VfB Stuttgart mit 1:2 verloren, ehe sich der neue Chefcoach Thomas Reis mit drei Unentschieden am Stück auch nur durchwachsen einführte.

Erst am neunten Spieltag platzte dann mit einem 3:2-Sieg beim 1. FC Heidenheim der Knoten. Die Tendenz ging anschließend zunächst langsam und danach insbesondere nach dem Re-Start in Folge der Corona-Pause immer schneller in die richtige Richtung. Weil der starke Endspurt mit 23 Punkten aus den letzten zwölf Partien gezeigt hat, was auch im vergangenen Jahr möglich gewesen wäre, wird man an der Castroper Straße diesmal alles daran setzen, deutlich besser ins neue Spieljahr zu finden.

Ab Mitte der Hinrunde wird es schwieriger

Der Spielplan meint es dabei zumindest auf dem Papier durchaus gut mit dem VfL. Die Reis-Elf startet nicht nur mit einem Heimspiel gegen den FC St. Pauli, sondern bekommt es in den ersten Wochen auch mit keinem der vermeintlichen Top-Teams zu tun. Erst am achten Spieltag geht es zum Hamburger SV, bevor eine Woche später Bundesliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf nach Bochum kommt.

Bis dahin bieten sich aber ausreichend Gelegenheiten, das Punktekonto zu füllen. Auch die Heimspiele Nummer zwei bis vier gegen den VfL Osnabrück, Erzgebirge Aue und Greuther Fürth stellen keine unlösbaren Aufgaben dar. Selbiges gilt ebenso für die erste Auswärtspartien beim Karlsruher SC, bei Eintracht Braunschweig und bei den Würzburger Kickers.

Klar ist mit Blick auf dieses Auftaktprogramm im Umkehrschluss aber auch, dass der VfL von Anfang an präsent sein und punkten muss. Andernfalls wäre es wohl nicht ganz leicht, Mitte der Hinserie in die Spur zu finden, geht es nach den Spielen gegen den HSV und Düsseldorf doch mit zwei Auftritten im Norden bei Holstein Kiel und Hannover 96 sowie nicht einfachen Heimspielen gegen den SC Paderborn und den 1. FC Heidenheim knifflig weiter.