VfL Bochum: Reis und Schindzielorz wackeln (noch) nicht

Führungsduo würde auch bei einer Pleite in Wiesbaden im Amt bleiben

Sebastian Schindzielorz

Für das große Ganze verantwortlich: Sebastian Schindzielorz. © imago images / Defodi

Durch den 3:2-Sieg von Darmstadt 98 bei Dynamo Dresden ist dem VfL Bochum ein direkter Rivale im Kampf um den Klassenerhalt am gestrigen Freitag auf sechs Punkte enteilt. Sollten auch der 1. FC Nürnberg (beim VfL Osnabrück) und der Karlsruher SC (beim Hamburger SV) am heutigen Samstag noch punkten, würde sich die Lage für den VfL vor dem eigenen Spiel am Sonntag beim SV Wehen Wiesbaden noch weiter zuspitzen.

Doch unabhängig vom Ausgang der anderen Spiele ist für Bochum klar, dass nach den beiden Niederlagen zum Jahresauftakt bei Arminia Bielefeld (0:2) und gegen den Hamburger SV (1:3) eine dritte Pleite tunlichst vermieden werden sollte, zumal danach mit dem VfB Stuttgart der nächste Hochkaräter wartet, gegen die nicht unbedingt mit Zählbarem kalkuliert werden sollte.

Reis will Wehen Wiesbaden überholen

Weil Anspruch und Wirklichkeit beim VfL Bochum weit auseinanderklaffen, ist es nicht ganz überraschend, dass im Umfeld über die Verantwortlichen diskutiert wird. Doch nach Informationen der Reviersport sollen Trainer Thomas Reis und Geschäftsführer Sebastian Schindzielorz auch im Falle einer Pleite in Wiesbaden im Amt bleiben – allerdings sicherlich begleitet von einer ordentlichen Portion Unruhe, die in der aktuellen Situation alles andere als hilfreich wäre.

Das große Ziel für Sonntag ist es, unseren direkten Gegner in der Tabelle wieder zu überholen. (Thomas Reis)

Um ein solches Szenario und weiter steigenden Druck, insbesondere auch im Hinblick auf das Kellerduell am 22. Februar bei Dynamo Dresden, zu vermeiden, sollte der VfL aus Wiesbaden tunlichst etwas mitnehmen. Aus der Zielsetzung machte Trainer Reis auf der gestrigen Pressekonferenz in jedem Fall kein Geheimnis: „Das große Ziel für Sonntag ist es, unseren direkten Gegner in der Tabelle wieder zu überholen. Dafür ist ein Sieg nötig. Ich bin absolut überzeugt, dass die Jungs mit der richtigen Einstellung in diese Partie gehen werden.“

Wieder auflaufen wird nach abgesessener Gelb-Rot-Sperre Stammkeeper Manuel Riemann. Ansonsten ließ Reis noch eine Personalien offen. Neben Robert Zulj, der nach seiner Einwechslung gegen den HSV inzwischen auch ein Kandidat für die Startelf ist, könnte der VfL-Anhang mit Vasileios Lampropoulos erstmals auch den zweiten Winterneuzugang zu Gesicht bekommen.

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