VfL Bochum: Simon Lorenz braucht Geduld

Nur ein Einsatz seit der Winterpause

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Donnerstag, 30.04.2020 | 07:07
Simon Lorenz

Nur ein Kurzeinsatz seit Weihnachten: Simon Lorenz. © imago images / Team 2

Der Plan des VfL Bochum, Simon Lorenz für ein Jahr in die 3. Liga zu verleihen, um dann einen gereiften Spieler zurückzubekommen, ist im vergangenen Herbst voll aufgegangen. Nach 37 Einsätzen im Trikot des TSV 1860 München kehrte der zuvor beim VfL ohne Einsatz gebliebene Innenverteidiger mit reichlich Spielpraxis und Selbstvertrauen an die Castroper Straße zurück. Und die positive Entwicklung ging ungebrochen weiter, sicherte sich Lorenz doch in der Vorbereitung direkt einen Stammplatz.

Sowohl unter Robin Dutt als auch unter dem neuen Trainer Thomas Reis war Lorenz an den ersten 13 Spieltagen im Abwehrzentrum gesetzt, ehe der 23-Jährige im November und Dezember drei Partien krankheitsbedingt verpasste. Gegen Hannover 96 (2:1) und Jahn Regensburg (2:3) stand Lorenz dann zwar wieder auf dem Platz, doch eine schwache Vorstellung gegen den Jahn war wohl ausschlaggebend dafür, dass das Standing des lange bei der TSG 1899 Hoffenheim ausgebildeten Defensivmannes bei Coach Reis litt.

Nach der Winterpause jedenfalls reichte es für Lorenz nur noch zu einem Kurzeinsatz beim 4:4 gegen den SV Sandhausen. Ansonsten blieb dem 1,87 Meter großen Abwehrspieler nur die Bank. Hinter Vasilios Lampropoulos, Saulo Decarli und Maxim Leitsch war Lorenz vor der Corona-Pause auf Augenhöhe mit Urgestein Patrick Fabian wohl lediglich Innenverteidiger Nummer vier. Weil dahinter mit Armel Bella-Kotchap noch ein weiteres Talent lauert und langfristig in den Planungen eine große Rolle spielt, herrscht derzeit im Bochumer Defensivzentrum ein Überangebot.

Drei Innenverteidiger für die neue Saison unter Vertrag

Leihspieler Lampropoulos (Deportivo La Coruna) und Fabian, der freilich jüngst offen über eine mögliche Fortsetzung seiner aktiven Karriere sprach, werden nach jetzigem Stand aber kommende Saison nicht mehr zum Kader zählen. Neben Decarli, Leitsch und Bella-Kotchap wäre folglich eine Planstelle für Lorenz frei, dessen Vertrag allerdings am 30. Juni ausläuft. Ob es darüber hinaus beim VfL weitergeht, ist bislang aber völlig offen.

Lorenz ist deshalb aber nur bedingt beunruhigt und zeigt sich ebenso geduldig wie mit Verständnis für die Lage des Vereins: „Man muss sehen, wie sich das große Ganze entwickelt. Erst wenn man beim VfL weiß, wie’s weitergeht, kann man konkret reden.“

Heißt wohl, dass sich eine Entscheidung auch dann noch hinziehen könnte, wenn tatsächlich im Mai wieder gespielt werden kann. Schließlich kann der VfL bei nur drei Punkten Vorsprung auf Rang 16 aktuell noch nicht fix für ein weiteres Jahr in der 2. Bundesliga planen.