VfL Bochum: Wieder ein gutes Händchen?

33 von 53 Saisontoren wurden 2019/20 von Neuzugängen erzielt

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Samstag, 15.08.20 | 06:57
Sebastian Schindzielorz

Sportvorstand Sebastian Schindzielorz gelangen vergangene Saison einige gute Griffe. © imago images / Team 2

Mit dem bereits in der Rückrunde der vergangenen Saison von Deportivo La Coruna ausgeliehenen Vasileios Lampropoulos, der nach dem Abstieg seines bisherigen Arbeitgebers aus der zweiten spanischen Liga vertragslos wurde und deshalb ablösefrei verpflichtet werden konnte, hat der VfL Bochum am gestrigen Freitag seinen dritten Neuzugang nach Tarsis Bonga (Chemnitzer FC) und Herbert Bockhorn (Huddersfield Town) präsentiert.

Der griechische Innenverteidiger, der einen Vertrag bis 2022 unterschrieben hat, soll wie in der starken Endphase der zurückliegenden Saison auf künftig für defensive Stabilität sorgen. Und in Bochum hätte man sicherlich auch nichts dagegen, würde der 30-jährige Grieche seine 1,85 Meter auch vor dem gegnerischen Tor erfolgreich einsetzen.

Als torgefährlich ist Lampropoulos, der in 275 Spielen als Profi in seiner Heimat sowie in Spanien und Deutschland lediglich zwölf Treffer verbuchte, allerdings nur bedingt. Nun aber liegt es auch an Lampropoulos, an eine starke Trefferquote der letztjährigen Neuzugänge anzuknüpfen.

Sieben von neun Neuzugängen treffen

33 der 53 Saisontore 2019/20 gingen auf das Konto von Spielern, die erst im vergangenen Sommer an die Castroper Straße wechselten. Enthalten in dieser Bilanz ist auch Silvère Ganvoula, der bereits zuvor als Leihspieler für den VfL aktiv war, allerdings nach Ende der Leihe erst nach neuen Transfergesprächen fix vom RSC Anderlecht losgeeist werden konnte.

Ganvoula mit 13 Toren und der neun Mal erfolgreiche Danny Blum hatten den Löwenanteil an der guten Quote der insgesamt neun Neuzugänge, von denen sich aber auch Jordi Osei-Tutu (5), Manuel Wintzheimer (3), Robert Zulj, Cristian Gamboa und Saulo Decarli in die Torschützenliste eintragen konnten. Lediglich Lampropoulos in seinen zehn Einsätzen sowie wenig überraschend Ersatztorhüter Patrick Drewes trafen von den Neuen nicht.

Weil die letztjährigen Neuzugänge auch unabhängig von ihren Toren überwiegend wichtige Rollen eingenommen haben, wurde die Latte bei den Erwartungen an die künftigen Neuen natürlich hoch gelegt. Bleibt abzuwarten, ob die Verantwortlichen um Sportvorstand Sebastian Schindzielorz erneut ihre Fähigkeit, Potentiale richtig einschätzen zu können, unter Beweis stellen.