VfL Bochum: Zwischenbilanz der Neuzugänge 2020

Ein Flügelstürmer hat die Nase vorne

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Freitag, 27.11.2020 | 13:00
Gerrit Holtmann gegen St. Pauli.

Gerrit Holtmann hat von den Neu-Bochumern bisher die meiste Spielzeit vorzuweisen. ©imago images/Revierfoto

Der VfL Bochum hat einen guten Saisonstart hingelegt – wohl auch, weil der Stamm aus dem Vorjahr gehalten und nur punktuell verstärkt wurde. Sieben neue Gesichter begrüßte Trainer Thomas Reis im Sommer schlussendlich an der Castroper Straße. Wie sich die Neuen nach rund einem Viertel der Saison eingefügt haben, das verrät unsere Zwischenbilanz.

Guter Griff

Gerrit Holtmann
Nach dem Bundesliga-Abstieg als Leihspieler von Paderborn kam der Flügelstürmer aus Mainz. Sah am 2. Spieltag bei seinem zweiten Startelf-Einsatz gelb-rot und durfte nach Ablauf der Sperre in vier Spielen nur 16 Minuten ran. Gegen Hamburg wieder in der Startelf und dort wie die restliche Offensive mit einer guten Vorstellung. Deutete sein Potential an, muss es allerdings beständig abrufen.

Ausbaufähig

Herbert Bockhorn
Nach einem verlorenen Jahr bei Huddersfield Town (kein Einsatz), stattet Geschäftsführer Sebastian Schindzielorz den Rechtsverteider mit einem stark leistungsbezogenen Vertrag aus, wie er bei der Verpflichtung betonte. Hat ein Problem namens Cristian Gamboa: Der Nationalspieler Costa Ricas ist hinten rechts gesetzt und verpasste noch keine Minute. Derer fünf durfte Bockhorn immerhin beim Sieg über den HSV sammeln – sein VfL-Debüt.

Tarsis Bonga
Im Trikot des Chemnitzer FC ein pfeilschneller Flügelstürmer mit Zug zum Tor (vier Tore & acht Vorlagen), ist die Umstellung von 3. auf 2. Liga noch nicht geglückt. Der Rechtsfuß absolvierte erst 19 Zweitliga-Minuten verteilt auf drei Einwechslungen. Besitzt Potential, braucht in Anbetracht der offensiven Qualität des VfL aber noch Geduld.

Tarsis Bonga gegen St. Pauli

Die Umstellung auf die 2. Liga ist Tarsis Bonga bisher nicht geglückt. ©imago images/Eibner

Soma Novothny
Bochum ist bereits die zehnte Profistation des 26-Jährigen. Soll mit seiner internationalen Erfahrung helfen und rackert viel, kann aber noch nicht an seine Torgefahr von vorherigen Stationen anknüpfen. Erzielte beim 3:2-Sieg über Würzburg das zwischenzeitliche 1:1, der unter Stürmer berühmt-berüchtigte Knoten ist damit aber offenbar noch nicht geplatzt: Es war bisher sein einziges Tor.

Raman Chibsah
Da Kapitän Anthony Losilla gesetzt ist, existiert im defensiven Mittelfeld quasi nur ein freier Platz. Den schnappte sich wie im Vorjahr Robert Tesche, der Ghanaer durfte trotzdem drei Mal in der Startelf ran. Wurde bei der Niederlage gegen Fürth von Reis zur Pause ausgewechselt und wird sich neu für einen Platz in der Startelf empfehlen müssen.

Bewertung nicht möglich

Erhan Masovic
Erst am Deadline-Day vom FC Brügge verpflichtet, lief die Vorbereitung logischerweise ohne den Innenverteidiger ab. Spielt durch diesen Wechsel im zarten Alter von 22 Jahren bereits im fünften Land und erhält, wie der Vertrag bis 2023 verdeutlicht, Zeit zur Eingewöhnung. Gegen Fürth und Hamburg immerhin schon auf der Bank und damit seinen ersten Zweitliga-Erfahrungen.

Lars Holtkamp
Das Eigengewächs durfte im Vorjahr schon sechs Mal bei den Profis auf der Bank sitzen, im Sommer folgte der endgültige Wechsel aus der U19 in die Zweitliga-Mannschaft. Nach einem Kurzeinsatz im DFB-Pokal gegen Oberligist Engers und danach fünf weitere Male auf der Bank, stand er zuletzt drei Mal gar nicht im Kader.

War Dein Klub auf dem Transfermarkt erfolgreich? Hier gibt’s alle bisher veröffentlichten Zwischenbilanzen.