VfL Osnabrück: Bereit für den Pokal-Coup?

Die Statistik macht vor der Reise nach Köln Hoffnung

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Montag, 21.12.20 | 08:23
Marco Grote

Marco Grote hofft auf einen positiven Jahresausklang. © imago images / Nordphoto

Gleich bei fünf Zweitligisten hat es das Losglück angesichts eines Auswärtsspiels in der zweiten Runde des DFB-Pokals bei einem Bundesligisten nicht wirklich gut gemeint. Zu diesem Quintett zählt auch der VfL Osnabrück, bei dem sich aber vor dem Gastspiel am Dienstag beim 1. FC Köln aber durchaus Gründe für einen gesunden Optimismus finden lassen.

Osnabrück mit guter Auswärtsbilanz

Die letzten beiden Spiele bei Fortuna Düsseldorf (0:3) und gegen den SC Paderborn (0:1) dienen den Lila-Weißen zwar nicht unbedingt als Mutmacher, doch dafür kann sich die bisherige Auswärtsbilanz in Gänze sehen lassen. Denn von den bisherigen sieben Partien auf fremdem Platz in dieser Saison verlor Osnabrück nur ein einziges und verbuchte bei drei Unentschieden schon drei Siege.

Besonders die auswärts mit erst sieben Gegentoren in sieben Spielen stabile Hintermannschaft könnte gegen einen 1. FC Köln, der sich zuletzt zwar wie beim 0:0 am Samstag bei RB Leipzig defensiv gefunden hat, im Spiel mit Ball aber unverändert große Probleme offenbart, zu einem wichtigen Faktor werden.

Köln seit zwölf Bundesliga-Heimspielen sieglos

Neben der eigenen Auswärtsstärke macht Osnabrück auch eine schon seit längerem anhaltende Kölner Heimschwäche Hoffnung auf einen Pokal-Coup. Denn seit einem 3:0 gegen den FC Schalke 04 am 29. Februar haben die Geißböcke im eigenen Stadion kein Bundesliga-Spiel mehr gewonnen. Nach drei Unentschieden und zwei Niederlagen am Ende der vergangenen Saison stehen in der laufenden Spielzeit bei fünf Heimpleiten nur zwei Remis zu Buche.

Außerhalb dieser zwölf sieglosen Bundesliga-Spiele glückte dem FC allerdings in der ersten Pokalrunde gegen die VSG Altglienicke, die auf ihr Heimrecht verzichtete, ein 6:0-Sieg im RheinEnergieStadion. In den sieben Bundesliga-Heimspielen indes erzielte Köln insgesamt nur acht Treffer. Auch, weil es der Mannschaft von Trainer Markus Gisdol bei eigenem Ballbesitz an Ideen mangelt und die beiden namhaften Mittelstürmer Anthony Modeste und Sebastian Andersson nach Verletzungspausen auf Formsuche sind.

Die vom 1. FC Köln in Leipzig und zuvor noch erfolgreicher in Dortmund (2:1) angewandte Taktik, dem Gegner den Ball zu überlassen, die Räume eng zu machen und auf Nadelstiche in Form von schnellen Gegenangriffen und Standards zu setzen, könnte am Dienstagabend in der Domstadt nun durchaus für Osnabrück das richtige Mittel sein.