VfL Osnabrück: Daniel Thioune vor schwierigen Entscheidungen

Blacha und van Aken gegen den HSV wohl wieder einsatzbereit

David Blacha im Spiel gegen Stuttgart.

David Blacha ist einer der Akteure, die den Trainer vor knifflige Entscheidungen stellen. ©imago images/osnapix

Der VfL Osnabrück steht vor einem der Highlights der Saison. Am Freitagabend gastiert der Hamburger SV an der Bremer Brücke, gegen den sich die Lila-Weißen aber durchaus Chancen ausrechnen dürfen. Zum einen, weil der Tabellenführer aus der Hansestadt zwar zu Hause eine Macht ist, auswärts aber seit fünf Partien (0-4-1) nicht mehr gewonnen hat. Zum anderen, weil Osnabrück mit vier ungeschlagenen Spielen in Folge derzeit recht stabil unterwegs ist.

Gespannt darf man indes nicht nur auf das Spiel sein, sondern schon zuvor auf die Aufstellung, für die sich Trainer Daniel Thioune entscheidet. Weil die beim 1:1 vergangene Woche in Bochum krankheitsbedingt ausgefallenen Joost van Aken und David Blacha aller Voraussicht nach wieder einsatzbereit sind, steht Thioune vor mehreren kniffligen Entscheidungen.

Dass an van Aken und Blacha in fittem Zustand kein Vorbeikommen ist, scheint mit Blick auf die Leistungen der beiden Eckpfeiler im bisherigen Saisonverlauf klar. Allerdings haben die in Bochum in die Bresche gesprungenen Adam Susac in der Innenverteidigung und Sven Köhler im zentralen Mittelfeld ihre Sache mehr als ordentlich gemacht. Nichtsdestotrotz droht beiden tendenziell wieder die Bank. Susac darf aber zumindest noch hoffen, gemeinsam mit van Aken zu verteidigen. Das wäre möglich, wenn Moritz Heyer aus dem Abwehrzentrum ins Mittelfeld zurückkehrt oder aber eine Umstellung auf Dreierkette erfolgt.

Mehrere Rückkehrer nach der Winterpause

Nachdem neben Köhler aber auch Niklas Schmidt und Nico Granatowski Bewerbungsschreiben für weitere Einsätze abgegeben haben, geht es auch im Mittelfeld eng zu. Erst recht, weil sich ein hochveranlagter Akteur wie Anas Ouahim zuletzt auch nur im zweiten Glied befunden hat und auf seine Chance lauern dürfte.

Und auf absehbare Zeit wird der Konkurrenzkampf, dem in den letzten Wochen unter anderem auch der von Felix Agu auf der linken Abwehrseite verdrängte Routinier Kevin Wolze zum Opfer gefallen ist, noch weiter intensiviert. So sollen die Langzeitverletzten Maurice Trapp und Konstantin Engel nach Möglichkeit noch vor Weihnachten ins Mannschaftstraining zurückkehren und dann nach der Winterpause wieder vollwertige Alternativen sein. Das gilt ebenso für Lukas Gugganig, der bis zu seiner Anfang des Monats erlittenen Verletzung eine feste Größe war.

Auch im Tor wird es auf absehbare Zeit spannend. Der eigentlich als Stammkeeper in die Saison gegangene Nils Körber trainiert inzwischen wieder mit der Mannschaft und wird sicherlich Druck auf Philipp Kühn ausüben, der aber nicht nur ein guter Vertreter war, sondern sogar zu den herausragenden Schlussleuten der Liga zählt. Ein Duell auf hohem Niveau scheint ebenso bevorzustehen wie für Trainer Thioune eine weitere schwierige Entscheidung.