VfL Osnabrück: Die Defensive als Erfolgsgarant

Kein Ligarivale ließ weniger Gegentreffer zu

Lukas Gugganig

Blieb gegen Stuttgart angeschlagen zur Pause in der Kabine: Lukas Gugganig. © imago images / pmk

Nach sieben Spielen ohne Sieg hat der VfL Osnabrück am gestrigen Samstag den Bock wieder umgestoßen. Ausgerechnet gegen den VfB Stuttgart gelang den Lila-Weißen ein 1:0-Erfolg, den man aufgrund der unterschiedlichen Voraussetzungen beider Klubs nicht unbedingt auf der Rechnung haben musste.

Doch die Mannschaft von Trainer Daniel Thioune agierte von der ersten Minute an leidenschaftlich und profitierte sicherlich auch davon, dass Marcos Alvarez schon in der vierten Minute die Führung erzielte. Danach konnte Osnabrück noch mehr als ohnehin schon abwartend agieren und mit einem dichten Defensivnetz viele Stuttgarter Angriff frühzeitig zermürben, wenngleich die Schwaben mit ihrer individuellen Qualität natürlich dennoch zu Abschlüssen kamen.

Dann aber war ein einmal mehr starker Philipp Kühn im Osnabrücker Tor zur Stelle, der in letzter Konsequenz dafür sorgte, dass auch nach den 90 Minuten die Null stand. Der 27 Jahre alte Schlussmann, eigentlich nur Vertreter des verletzten Stammkeepers Nils Körber, ist indes nur ein Teil einer in dieser Saison von wenigen Ausnahmen abgesehen hervorragend funktionierenden Defensive.

Ausrutscher wie das 3:3 vergangene Woche bei Jahn Regensburg, das 1:3 am ersten Spieltag gegen den 1. FC Heidenheim oder das 0:2 bei Mitaufsteiger Wehen Wiesbaden gab es zwar auch, doch über die gesamte Saison gesehen stellen die Lila-Weißen nicht zufällig mit nur zwölf Gegentoren in 13 Partien gemeinsam mit dem Hamburger SV die beste Hintermannschaft der Liga.

Agu überraschend statt Wolze, Gugganig angeschlagen raus

Bemerkenswert ist dabei vor allem, dass sich an der Stabilität auch durch personelle und taktische Wechsel wenig verändert. So begann gegen Stuttgart etwas überraschend Felix Agu anstelle von Kevin Wolze auf der linken Abwehrseite. Und zur Pause musste der angeschlagene Lukas Gugganig ausgewechselt werden, weshalb Moritz Heyer aus dem Mittelfeld in die letzte Reihe rückte.

Heyer ist bei der Frage nach der Grundordnung in der Regel eine zentrale Figur. Der 24-Jährige kam in den zweiten 45 Minuten gegen Stuttgart als Innenverteidiger einer Viererkette zum Einsatz, lief in dieser Saison aber auch schon als zentrales Glied einer Dreier- bzw. Fünferkette sowie im defensiven Mittelfeld auf.

Auch dank Heyer kann Osnabrück die Ausfälle von Konstantin Engel und Maurice Trapp, die in der Aufstiegssaison noch Eckpfeiler waren, bisher bestens kompensieren. Wenn das Duo in den kommenden Wochen oder Monaten wieder zurückkehrt und zu alter Form findet, warten auf Trainer Thioune einige Luxusprobleme, über die sich der Coach freilich kaum beklagen dürfte.

Schon Mitglied bei Wettanbieter Bet90 ? Jetzt exklusiven Bet90 Bonus sichern & mit bis zu 100€ gratis Guthaben auf Osnabrück wetten!