VfL Osnabrück: Die Sorgenfalten werden immer tiefer

2:6 gegen Wehen Wiesbaden setzt den Negativtrend fort

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Samstag, 07.03.20 | 08:06

Daniel Thioune beim VfL Osnabrück

Mit seinem Team in der Krise: Daniel Thioune. © imago images/Nordphoto

Die Hoffnung des VfL Osnabrück, sich vor den schwierigen Aufgaben bei Arminia Bielefeld und gegen Hannover 96 mit einem Erfolg gegen den SV Wehen Wiesbaden Luft nach unten verschaffen zu können, hat sich am Freitagabend nicht erfüllt. Stattdessen wachsen nach der deutlichen 2:6-Heimpleite im Aufsteigerduell rund um die Bremer Brücke die Sorgenfalten, könnte sich doch der ohnehin schon auf vier Punkte geschrumpfte Vorsprung auf Relegationsplatz 16 bis zum Ende des Spieltages noch weiter verringern.

Trotz eines optimalen Starts in die Partie mit dem frühen Führungstreffer durch Benjamin Girth in der dritten Minute erlebten die Lila-Weißen einen gebrauchten Abend, an dem es bereits nach 26 Minuten 1:4 stand. Vor der Pause setzte es zunächst zwar das 1:5, doch das von Moritz Heyer erzielte 2:5 brachte die Hoffnung noch einmal zurück. Marcos Alvarez verpasste indes noch vor dem Halbzeitpfiff das 3:5, ehe sich das Geschehen im zweiten Durchgang merklich beruhigte.

Neun Gegentore in den letzten beiden Spielen

Verlängert hat sich mit der Pleite gegen den SVWW die Osnabrücker Negativserie, die bereits mit dem 1:3 im letzten Spiel vor Weihnachten beim 1. FC Heidenheim begonnen hat. Nach der Winterpause stehen aus sieben sieglosen Spielen lediglich drei Zähler zu Buche.

Stimmte in den Wochen zuvor zumindest überwiegend noch die Defensivleistung, so bereiten vor den nächsten Aufgaben neun Gegentore in den jüngsten beiden Spielen große Sorgen. Beim besten Angriff der Liga in Bielefeld sowie gegen eine auswärtsstarke Mannschaft aus Hannover, die zweimal in Folge drei Tore erzielt hat, kann Osnabrück mit einer Vorstellung wie gegen Wehen Wiesbaden nicht zwingend mit Zählbarem kalkulieren und würde dann noch mehr in die Bredouille geraten.

Das Szenario, sich in der Länderspielpause Ende März auf einen heißen und von Abstiegskampf geprägten Endspurt vorbereiten zu müssen, ist damit aktuell alles andere als unwahrscheinlich.