VfL Osnabrück: Eine Startelf kristallisiert sich heraus

Testspiel gegen Verl als Generalprobe

Daniel Thioune

Muss in den kommenden Tagen einige knifflige Entscheidungen treffen: Daniel Thioune. © imago images / Noah Wedel

Eine Woche vor dem Restrundenstart zu Hause gegen den SV Sandhausen tritt der VfL Osnabrück am heutigen Mittwoch zum letzten Testspiel der Wintervorbereitung beim SC Verl an. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit hat Trainer Daniel Thioune beim Regionalligisten eine letzte Gelegenheit, sich unter Wettkampfbedingungen einen Eindruck von der Form seiner Akteure zu verschaffen, ehe dann mit Blick auf die Partie gegen den SVS einige knifflige Entscheidungen auf den Coach warten.

Besonders im Fokus steht die Torhüterposition. Der als Stammtorwart in die Saison gegangene Nils Körber, der verletzungsbedingt aber ab dem fünften Spieltag von Philipp Kühn vertreten wurde, ist wieder fit und hofft auf die Rückkehr zwischen die Pfosten. Kühn allerdings hat sich in Abwesenheit von Körber zu einem starken Rückhalt aufgeschwungen und darf sich ebenfalls Chancen ausrechnen, weiterhin den Zuschlag zu erhalten.

Auch bei den Feldspielern verfügt Thioune über viele Alternativen. Grundsätzlich will sich der 45-Jährige nicht großartig in die Karten schauen lassen, um wie in der Vorrunde mehrfach gelungen, den Gegner überraschen zu können, aber dass die Elf, die am vergangenen Wochenende Sturm Graz mit 3:1 besiegt hat, „eine gute Visitenkarte“ abgegeben habe, verriet Thioune gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Ausgabe vom 20.01.2020)

Taffertshofer fehlt gegen Sandhausen

Dabei bildeten von rechts nach links Bashkim Ajdini, Lukas Gugganig, Joost van Aken und Kevin Wolze eine Viererkette, die auch gegen Sandhausen beginnen könnte. Dass in allen Testspielen eine Viererabwehrreihe aufgeboten wurde, deutet in jedem Fall darauf hin, dass zumindest zum Auftakt eine Dreier- bzw. Fünferkette nur zweite Wahl sein wird.

Felix Agu, der wegen Sprunggelenksproblemen zuletzt nicht voll belastbar war, müsste sich bei der genannten Besetzung ebenso erst einmal hinten anstellen wie Maurice Trapp und Konstantin Engel, die nach ihren langen Verletzungspausen aber wieder Alternativen darstellen. Auch Gugganig fehlte vor der Winterpause verletzungsbedingt, erhält nun aber wohl gleich die Chance, sich wieder festzuspielen. Allerdings profitiert der Österreicher dabei wohl auch davon, dass Moritz Heyer aufgrund der Gelb-Rot-Sperre von Ulrich Taffertshofer mit David Blacha auf einer Doppelsechs erwartet wird.

Heider und Girth machen auf sich aufmerksam

Interessen wird es in der Offensive, in der Niklas Schmidt nicht nur wegen seiner beiden Freistoßtore gegen Graz beste Karten haben dürfte. Neben der Leihgabe von Werder Bremen begannen gegen Graz Bryan Henning und Anas Ouahim in einer offensiven Dreierreihe hinter Benjamin Girth in der Spitze. Girth sammelte mit seinem Treffer zwar Pluspunkte, muss aber dennoch um seinen Platz bangen.

Marcos Alvarez gilt als weitgehend gesetzt und empfahl sich beim 5:1 im zweiten Wochenendtest gegen den BFC Siofok auch mit einem Treffer. Vor allem aber nutzte Marc Heider diese Begegnung mit einem Tor und drei Vorlagen zur Eigenwerbung. Der Kapitän unterstrich damit seine Ambitionen auf die Startelf, wobei Heider sowohl in der Spitze als auch als Linksaußen eine Option darstellt. Mit Etienne Amenyido hofft freilich noch eine weitere, flexibel einsetzbare Offensivkraft auf den Zuschlag.

Von der Startformation heute gegen Verl, sofern die Öffentlichkeit davon überhaupt Kenntnis erhält, kann man vermutlich schon die eine oder andere Tendenz ableiten. Klarheit wird freilich erst am nächsten Mittwoch gegen 19.30 Uhr herrschen, wenn die Aufstellungen weiter werden.