VfL Osnabrück: Etienne Amenyido in Bielefeld der Schlüssel zum Erfolg?

Offensivmann nach langer Verletzungspause wieder eine Option

Etienne Amenyido

Etienne Amenyido (r.) könnte nach über fünf Monaten Zwangspause sein Comeback feiern. © imago images / foto2press

Es gibt sicherlich einfachere Aufgaben, als nach zwei Monaten Pause ausgerechnet beim Tabellenführer, der seine letzten vier Heimspiele allesamt ohne Gegentor gewonnen hat, loslegen zu müssen. Darin, dass auch Arminia Bielefeld naturgemäß keinen optimalen Rhythmus haben kann, liegt für den VfL Osnabrück am Sonntag beim Re-Start aber auch eine Chance.

Personell sind die Voraussetzungen für Trainer Daniel Thioune ohnehin hervorragend, steht doch neben den weiter nicht einsatzbereiten Ergänzungsspielern Simon Haubrock und Thomas Konrad der gesamte Kader zur Verfügung. Eine Option stellt auch wieder Etienne Amenyido dar, der nach einem Ende November erlittenen Anriss des linken, vorderen Syndesmosebandes sowie anschließenden Achillessehnenproblemen lange ausgefallen war. Und der 22-Jährige hat mit Blick auf die Hinrunde das Zeug dazu, in Bielefeld eine wichtige Rolle zu spielen.

Zwei Siege in zwei Spielen mit dem Sturmduo Alvarez / Amenyido

Zweimal entschied sich Coach Thioune im Herbst dafür, den Offensivallrounder als Sturmpartner von Marcos Alvarez aufzubieten und beide Male wurden gegen Top-Teams drei Punkte eingefahren. Gegen den VfB Stuttgart (1:0) und gegen den Hamburger SV (2:1) blieb Amenyido zwar ohne Torbeteiligung, sorgte als beweglicher zweiter Angreifer aber immer wieder für Entlastung und trug so seinen Teil zu den Überraschungserfolgen bei – bis in der zweiten Hälfte gegen den HSV das Verletzungspech zuschlug.

Nun ist Amenyido wieder fit, allerdings auch nur eine von mehreren Optionen im Offensivbereich und überdies auch ein Kandidat für beide Flügel. Wer von Thioune den Zuschlag erhält, dürfte dabei auch von der taktischen Grundordnung abhängen, wobei eine Viererkette wie über weite Strecken der erfolgreichen Hinrunde und beim Sieg gegen Stuttgart die wohl wahrscheinlichere Variante im Vergleich zu einer Dreier- bzw. Fünferabwehrreihe darstellt, mit der allerdings der HSV bezwungen wurde.