VfL Osnabrück: Philipp Kühn mit starker Reaktion auf die neue Konkurrenz

Moritz Nicolas kommt für ein Jahr auf Leihbasis

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Sonntag, 16.08.20 | 07:50
Philipp Kühn

Will seinen Platz im Osnabrücker Tor behalten: Philipp Kühn. © imago images / Hartenfelser

Beim gestrigen Testspiel bei Arminia Bielefeld (1:1) war Moritz Nicolas noch nicht dabei, doch noch vor dem Anpfiff der Partie beim ostwestfälischen Bundesliga-Aufsteiger konnte der VfL Osnabrück die Ausleihe des 22 Jahre alten Torhüters verkünden. Nicolas, der vergangene Spielzeit an den 1. FC Union Berlin verliehen war, allerdings nur zu einem Bundesliga-Einsatz kam, kommt für ein Jahr auf Leihbasis von Borussia Mönchengladbach an die Bremer Brücke.

Nicolas, der den Kaderplatz des nach zweijähriger Ausleihe zu Hertha BSC zurückgekehrten Nils Körber einnimmt, ist der vierte Torhüter im Kader der Lila-Weißen neben Philipp Kühn, Routinier David Buchholz und Youngster Laurenz Beckemeyer. Mit vier Torhütern in die Saison zu gehen, ist dabei laut Aussage von Torwarttrainer Rolf Meyer auf der vereinseigenen Webseite eine bewusste Entscheidung und insbesondere Nicolas soll auch für einen „offenen Konkurrenzkampf mit Philipp Kühn“ sorgen.

Kühn rettet in Bielefeld das Unentschieden

In der Tat dürfte U21-Nationalkeeper Nicolas, der seine eigentlich bis 2021 vereinbarte Leihe zu Union Berlin aufgrund der geringen Spielanteile im vergangenen Jahr vorzeitig beendete, nicht nach Osnabrück wechseln, um sich erneut auf die Bank zu setzen. Das allerdings ist sicherlich auch nicht der Plan von Kühn, der in der zurückliegenden Saison nicht nur den Sprung zur Nummer eins geschafft hat, sondern auch einer der herausragenden Torhüter der gesamten Liga war.

Der 27-Jährige dürfte nun alles daran setzen, seinen Platz zu verteidigen. In Bielefeld zeigte Kühn auf jeden Fall eine starke Reaktion auf die neue Konkurrenz. Nachdem Etienne Amenyido kurz vor der Pause die Osnabrücker Führung besorgt hatte, musste Kühn zwar im zweiten Durchgang den Ausgleich durch Cebio Soukou hinnehmen, verhinderte ansonsten aber in mehreren Szenen einen zweiten Gegentreffer und damit auch eine Niederlage.

Nichtsdestotrotz darf man gespannt sein, wie sich das Duell zwischen Kühn und Nicolas entwickelt. Buchholz und Beckemeyer spielen im Kampf um die erste Elf derweil erst einmal keine Rolle.