VfL Osnabrück: Schlüsselspiel gegen Wehen Wiesbaden

Ohne Sieg droht ein langer Abstiegskampf

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Montag, 02.03.20 | 09:18

Daniel Thioune

Mit seiner Mannschaft seit sieben Spielen sieglos: Daniel Thioune. © imago images / Noah Wedel

Nach dem Abschluss der Hinrunde grüßte der VfL Osnabrück mit starken 26 Punkten von Rang fünf. Trotz der Nähe zu den Aufstiegsplätzen ging der Blick aber auch zu diesem Zeitpunkt vor allem auf die Abstiegszone, die nach 17 Spieltagen stattliche zehn Zähler entfernt war. Und mit dieser Herangehensweise lag man beim Aufsteiger offenkundig nicht ganz verkehrt.

Denn sieben Spieltage später stellt sich die Lage weitaus weniger komfortabel dar. Weil in der Rückrunde bisher nur drei von 21 möglichen Punkten eingefahren wurden und Osnabrück weiterhin seit dem 3:0 am 15. Dezember gegen Dynamo Dresden auf einen Sieg wartet, hat sich das Polster auf Rang 16 halbiert.

Erschwerend hinzu kommt für die Lila-Weißen ein schweres Restprogramm mit Auswärtsspielen bei den Top-Drei der Liga, bei Arminia Bielefeld, beim VfB Stuttgart und beim Hamburger SV. Vor der Länderspielpause Ende März steht neben dem Auftritt in Bielefeld auch noch das Heimspiel gegen ein zuletzt stark verbessertes Hannover 96 auf dem Programm, in dem drei Punkte sicher auch nicht ohne Weiteres eingefahren werden können.

Parallelen zu den Würzburger Kickers?

Enorme Bedeutung besitzt für den VfL Osnabrück deshalb das kommende Wochenende mit dem Heimspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden, der aktuell mit sieben Punkten weniger Rang 17 belegt. Mit einem Sieg würde die Mannschaft von Trainer Daniel Thioune einen Befreiungsschlag landen und zumindest die direkten Abstiegsplätze deutlich distanzieren. Geht es hingegen schief, wäre Osnabrück definitiv im Abstiegskampf angekommen, der vor dem Jahreswechsel vermeidbar schien.

„ Die Mannschaft hat die Qualität, um die Klasse zu halten. ”
Daniel Thioune

"Ich weiß, was diese Mannschaft kann; sie hat die Qualität, um die Klasse zu halten. Natürlich wächst jetzt der Druck, aber das gilt nicht nur für uns", zeigt sich Trainer Daniel Thioune im "Kicker" (Ausgabe 20/2020 vom 02.03.2020) auch wegen der vielen gefährdeten Teams zwar weiterhin zuversichtlich, doch natürlich werden auch in Osnabrück mehr und mehr Quervergleiche mit den 2016/17 nach einer starken Hinrunde als Aufsteiger letztlich doch noch abgestiegenen Würzburger Kickers gezogen.

Umso wichtiger wäre es, gegen Wehen Wiesbaden endlich wieder zu gewinnen und damit zugleich zu verhindern, dass sich die Negativspirale noch schneller weiterdreht.