VfL Osnabrück: Wird die Viererkette zur Konstante?

Heißer Konkurrenzkampf im Defensivbereich

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Dienstag, 25.08.20 | 17:07
Maurice Trapp

Einer von fünf Kandidaten für die Innenverteidigung: Maurice Trapp. © imago images / Osnapix

Taktisch war der VfL Osnabrück in der vergangenen Saison nie wirklich leicht auszurechnen. Unter dem mittlerweile zum Hamburger SV abgewanderten Trainer Daniel Thioune agierten die Lila-Weißen in wechselnden Grundordnungen, wobei sowohl eine Dreier- bzw. Fünferkette als auch eine Viererkette zum Einsatz kam.

Vier Mann in der letzten Reihe waren dabei die häufigere Variante, die in der neuen Saison zum Standard werden könnte. Thioune-Nachfolger Marco Grote setzte in den vergangenen Jahren im Nachwuchs von Werder Bremen fast ausschließlich auf eine Viererkette und auch die ersten Vorbereitungsspiele auf die neue Saison deuten darauf hin, dass eine Dreierabwehrreihe in Zukunft zur Ausnahme werden dürfte.

In den bisherigen Testspielen bei Arminia Bielefeld (1:1), BW Lohne (10:1) und trotz des deutlichen Zu-Null-Sieges am Montagabend beim SV Meppen (5:0) lief im Defensivverhalten zwar längst noch nicht alles optimal, doch die personellen Voraussetzungen, um eine stabile Hintermannschaft auf die Beine zu stellen, sind vorhanden.

Viele flexible Spieler im Kader

Sämtliche Positionen sind doppelt besetzt. Mit Kevin Wolze und Ken Reichel duellieren sich auf der linken Abwehrseite zwei erfahrene Akteure, während rechts Bashkim Ajdini und Konstantin Engel die Optionen darstellen. Ajdini und Engel freilich sind auch auf der anderen Seite einsetzbar, Ajdini ist zudem auch auf der offensiven Außenbahn eine Alternative. Sollten Ajdini und Engel, der nach langer Verletzungspause noch etwas Rückstand hat, andernorts gefragt sein, könnten auch Moritz Heyer und Maurice Trapp als Außenverteidiger einspringen. Ebenso das dort in den Testspielen erprobte Eigengewächs Tim Möller.

Heyer und Trapp sind aber in erster Linie für das Abwehrzentrum eingeplant, in dem auch Adam Susac, Lukas Gugganig und Rückkehrer Timo Beermann um die Plätze kämpfen. Neben Möller sind auch Heyer und Gugganig ebenso im im defensiven Mittelfeld einsetzbar, sodass sich der Konkurrenzkampf durch interne Verschiebungen etwas entspannen könnte.

Noch bleibt Trainer Grote auf jeden Fall etwas Zeit, um die passende Formation samt personeller Besetzung zu finden. Das Ziel dürfte dann sein, an die Vorrunde der vergangenen Saison anzuknüpfen, in der der VfL Osnabrück mit nur 16 Gegentoren in 17 Spielen die besten Defensive der Liga stellte. 32 Gegentreffer in der Rückserie waren derweil die schlechteste Bilanz, die sich tunlichst nicht wiederholen soll.