Oliver Hüsing gegen Martin Harnik

Oliver Hüsing (l.) kann verletzungsbedingt am Sonntag nicht mitwirken. ©Imago images/Eibner

Die besten Chancen, Arminia Bielefeld in die Bundesliga zu folgen, besitzt zwar der VfB Stuttgart, aber dennoch blickt Fußball-Deutschland am Sonntagnachmittag vor allem auf die Ostalb, wo der 1. FC Heidenheim den Hamburger SV zum möglicherweise im Aufstiegsrennen vorentscheidenden Duell Vierter gegen Dritter empfängt.

Heidenheim benötigt bei zwei Punkten Rückstand auf den HSV einen Sieg, um aus eigener Kraft zumindest die Relegation erreichen zu können. Der HSV, der seinerseits einen Zähler hinter Stuttgart liegt, will nicht nur den FCH hinter sich halten, sondern auch die Chance auf Rang zwei wahren.

1. FC Heidenheim: Trümpfe auf der Bank?

Drei Mal trafen beide Vereine bisher erst aufeinander. Vergangene Saison hatte es der HSV insgesamt vier Toren von Pierre-Michel Lasogga zu verdanken, dass mit einem 3:2-Heimsieg und einem 2:2 in Heidenheim vier Punkte eingefahren werden konnten. Im Hinspiel der laufenden Saison hatte dann aber erstmals der FCH die Nase vorne und gewann durch ein spätes Tor von Jonas Föhrenbach mit 1:0 im Volksparkstadion.

Heidenheims in Sachen Aufstiegsambitionen langer zurückhaltender Trainer Frank Schmidt hat spätestens mit seinen Aussagen auf der freitäglichen Pressekonferenz deutlich gemacht, dass der FCH Lunte gerochen hat und großes Erreichen will. „Wir wissen, um was es geht. Wir haben jetzt ein Halbfinale. Dieses wollen wir unbedingt gewinnen. Da reicht kein Punkt“, kündigte Schmidt an, auf einen Sieg zu spielen.

Das Ziel ist klar
„ Wir wollen unbedingt gewinnen. Da reicht kein Punkt. ”
Trainer: Frank Schmidt

In Sachen Aufstellung wollte sich der FCH-Coach derweil noch nicht in die Karten schauen lassen, ließ aber durchblicken, dass es im Defensivbereich eher keine Wechsel im Vergleich zum torlosen Unentschieden am Dienstag bei Greuther Fürth geben wird. Offensiv schloss Schmidt derweil nicht aus, sich vielleicht auch den einen oder Trumpf für die zweite Hälfte aufzusparen. „Die Anfangsformation ist aber vielleicht gar nicht mehr so entscheidend. Seit dem Re-Start gibt es die Möglichkeit, fünfmal zu wechseln. Da ist es immer gut, Optionen nach vorne zu haben. Die Einwechslungen in Fürth zum Beispiel waren auch Teil des Match-Plans.“

Wieder einsatzbereit soll der zuletzt mit muskulären Problemen ausgefallene Kapitän Marc Schnatterer sein, der zu einem dieser Trümpfe von der Bank werden könnte. Ebenso wie Tobias Mohr und Denis Thomalla, die aber auch Kandidaten für die Startelf sind und den Vorzug vor David Otto oder Robert Leipertz erhalten könnten.

HSV: Hecking mit einigen Optionen

Das 1:1 am Dienstag gegen den VfL Osnabrück war nach dem Sieg zuvor bei Dynamo Dresden (1:0) die nächste herbe Enttäuschung und gleichbedeutend mit dem Verlust der Pole Position im Aufstiegsrennen. Damit sich die Geschichte der vergangenen Saison, als am 33. Spieltag das letztlich entscheidende Spiel im Aufstiegsrennen beim direkten Konkurrenten SC Paderborn mit 1:4 verloren wurde, nicht wiederholt, forderte Trainer Dieter Hecking in der PK am Freitag, das im Training gezeigte Feuer auch „am Sonntag um 15.30 Uhr“ auf den Platz zu bringen.

In personeller Hinsicht bieten sich Hecking einige Optionen. Die zuletzt angeschlagenen Jeremy Dudziak und Jordan Beyer stehen ebenso zur Verfügung wie Rick van Drongelen nach verbüßter Gelbsperre. Während der Niederländer in der Innenverteidigung anstelle von Gideon Jung beginnen dürfte, muss Hecking im Mittelfeld und auf den offensiven Außenbahnen knifflige Entscheidungen treffen.

Möglich, dass im Vergleich zur Partie gegen Osnabrück Bakery Jatta in die erste Elf rückt und Sonny Kittel auf dem linken Flügel verdrängt. Im Mittelfeld scheint unterdessen der in den vergangenen Wochen etwas durchhängende Adrian Fein nicht mehr zwingend gesetzt.

Tipps & Quoten zum Spiel

TV-Tipps: Live-Übertragung auf Sky & Sky Go (Anstoß: Sonntag, 15.30 Uhr), Free-TV-Highlights ab 19.30 Uhr bei Sky Sport News HD und Sport 1. Sky Kommentator: Martin Groß

Unser abschließender Wett Tipp:

Heidenheim ist im eigenen Stadion seit Monaten eine Macht, während der HSV nur selten wirklich überzeugend auftritt und nur vier von 16 Auswärtsspielen gewinnen konnte. Ein erneutes Hamburger Scheitern im Aufstiegsrennen ist keineswegs unmöglich. » Jetzt mit 17.00-Quote (statt regulär 3.00) bei 888sport auf Heidenheim-Sieg tippen.

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