Silas Wamangituka gegen Tim Handwerker.

Halten Handwerker (r.) und Co. den VfB um Wamangituka im Zaum? ©Imago images/Zink

Vor einem Jahr gemeinsam aus der Bundesliga abgestiegen haben der 1. FC Nürnberg und der VfB Stuttgart unterschiedliche Richtungen eingeschlagen. Während Nürnberg unbedingt vermeiden will, in die 3. Liga durchgereicht zu werden und dank des 6:0-Kantersieges am Dienstag beim SV Wehen Wiesbaden wieder aus eigener Kraft den Klassenerhalt schaffen kann, peilt Stuttgart den direkten Wiederaufstieg an und hat dabei seit dem 5:1-Erfolg am Mittwoch gegen den SV Sandhausen alle Trümpfe in der eigenen Hand.

1. FC Nürnberg: Nürnberger oder Behrens auf der Doppelsechs?

Schon 113 Mal trafen beide Vereine bisher aufeinander, wobei mit 66 Bundesliga-Duellen das Gros dieser Begegnungen im Oberhaus stattfand. Mit 50 Siegen weist Stuttgart die bessere Bilanz auf, während es der Club bei 27 Unentschieden nur auf 36 Erfolge bringt. Zu Hause allerdings hat der FCN mit 21 Siegen, 16 Remis und 19 Niederlagen knapp die Nase vorne. Das bislang letzte Heimspiel gegen den VfB verlor Nürnberg in der zurückliegenden Bundesliga-Saison allerdings mit 0:2.

Bei der Analyse der Partie in Wiesbaden dürfte zwar auch die Phase nach der 1:0-Führung, als der Ausgleich in der Luft lag, kaum unter den Tisch gefallen sein, doch natürlich überwog beim 1. FC Nürnberg die Erleichterung, sich in eine gute Ausgangsposition gebracht und zudem jede Menge Selbstvertrauen getankt zu haben.

Die gleiche Startelf wie am Dienstag kann Trainer Jens Keller unterdessen aufgrund der Gelbsperre von Patrick Erras nicht aufbieten. Offen ist damit die Position auf der Doppelsechs neben Johannes Geis, der sich mit seinen drei Vorlagen zurück ins Team gespielt haben dürfte. Eine Option wäre es, Hanno Behrens aus dem offensiven Mittelfeld zurückzuziehen. Eine andere, der wieder fitte Fabian Nürnberger, der allerdings aufgrund einer Verletzungspause letztmals am 30. Mai auf dem Feld stand.

Für Nürnberger spricht, dass Keller die in Wiesbaden so treffsichere Offensive nicht sprengen müsste. Wird Behrens in defensiverer Rolle benötigt, könnte Fabian Schleusener profitieren. Für Konstantinos Mavropanos, der am Dienstag fehlte, wird es aufgrund von Adduktorenproblemen derweil eher nicht reichen. Nachdem Vertreter Asger Sörensen in der Defensive eine gute Partie absolvierte und überdies vorne zwei Tore erzielte, dürfte Coach Keller indes ohnehin nicht die Notwendigkeit sehen, den Griechen trotz dessen Qualität vorschnell wieder zu bringen.

VfB Stuttgart: Endo zurück, Castro gesperrt

Dank der hervorragend verlaufenen englischen Woche befindet sich der VfB Stuttgart in der komfortablen Situation, nicht auf das Parallelspiel zwischen dem 1. FC Heidenheim und dem Hamburger SV schauen zu müssen. "Wir haben alles in der Hand. Der Fokus liegt nur auf uns und unserer Leistung", betonte denn auch Trainer Pellegrino Matarazzo auf der Pressekonferenz am Freitag, dass der Verlauf des Verfolgerduells erst einmal von nachrangiger Bedeutung ist.

Zugleich forderte Matarazzo einen ähnlichen Auftritt wie gegen Sandhausen: "Wir starten wieder von Null. Wir müssen die gleichen Knöpfe drücken wie gegen Sandhausen und brauchen das gleiche Mindset wie am Mittwoch: optimales Maß an Spannung, einen Tick Lockerheit, Spaß am Spiel und den Glauben an die eigene Leistung."

Auf das gleiche Personal wie am Mittwoch kann der VfB-Coach allerdings nicht bauen. Grund dafür ist die zehnte gelbe Karte, die Gonzalo Castro zum Zuschauen zwingt. Dafür aber ist Wataru Endo nach verbüßter Gelbsperre wieder an Bord und wird zurück auf der Sechs erwartet. Belässt es Matarazzo bei der Grundordnung aus dem Sandhausen-Spiel mit Dreierkette, Mittelfeldraute und zwei offensiv besetzten Außenbahnen hinter einer Spitze könnte Orel Mangala aus dem Zentrum auf die Halbposition von Castro rücken.

In der Spitze wird Sasa Kalajdzic nach seiner langen Verletzungspause tendenziell nicht zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage von Beginn an auflaufen. Der als Joker erfolgreiche Hamadi Al Ghaddioui und Mario Gomez dürfen sich dafür Hoffnungen machen. Ob der zuletzt fehlende Daniel Didavi zur Verfügung steht und zumindest auf der Bank Platz nehmen kann, ist dagegen fraglich.

Tipps & Quoten zum Spiel

TV-Tipps: Live-Übertragung auf Sky & Sky Go (Anstoß: Sonntag, 15.30 Uhr), Free-TV-Highlights ab 19.30 Uhr bei Sky Sport News HD und Sport 1. Kommentator: Kai Dittmann

Unser abschließender Wett Tipp:

Nürnberg ist als Tabellenvorletzter der Heimtabelle im eigenen Stadion alles andere als eine Macht. Stuttgart ist auswärts zwar auch nicht mehr als Mittelmaß, doch rufen die Schwaben ihr Potential so ab wie gegen Sandhausen, stehen die Chancen auf einen wichtigen Dreier im Aufstiegsrennen gut. » Jetzt mit 11.00-Quote (statt regulär 2.10) bei 888sport auf VfB-Sieg tippen.

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