Arminia Bielefeld gegen FC St. Pauli

Analyse, Aufstellung & Quoten zum Spiel am 29.07.2019

Ryo Miyaichi vom FC St. Pauli gegen Anderson Lucoqui von Arminia Bielefeld

Duell der Geheimfavoriten: Können St. Pauli oder Bielefeld Druck auf die großen Teams machen? ©Imago images/Oliver Ruhnke

Zum Abschluss des Zweitliga-Auftakts bestreiten mit Arminia Bielefeld und dem FC St. Pauli zwei Vereine das erste Montagsspiel der Saison, die eine unterschiedliche Rückserie hinter sich haben. Während die Arminia im Frühjahr das punktbeste Team der Liga stellte und gerne ähnlich weitermachen würde, ist St. Pauli aus den Aufstiegsrängen bis auf Rang neun abgerutscht und hofft nun auf einen erfolgreicheren Neustart.

Arminia Bielefeld: Mehrere enge Entscheidungen

Von den bisherigen 30 Begegnungen mit St. Pauli konnte Bielefeld nur acht gewinnen und kassierte bei zehn Remis zwölf Niederlagen. Zu Hause hat die Arminia aber mit vier Siegen, sieben Unentschieden und nur drei Auswärtserfolgen der Kiezkicker hauchdünn die Nase vorne. Vergangene Saison allerdings siegte St. Pauli auf der Bielefelder Alm mit 2:1. Im Rückspiel am Millerntor trennten sich beide 1:1.

Bielefelds Trainer Uwe Neuhaus muss zum Start auf die langzeitverletzten Angreifer Nils Quaschner und Sven Schipplock sowie auch Cedric Brunner und Patrick Weihrauch verzichten. Für Brunner, der sich nach seiner Schulterverletzung heranarbeitet, wird Jonathans Clauss auf der rechten Abwehrseite beginnen, der damit allerdings rechts offensiv fehlt.

Dort hat sich aber Keanu Staude während der Vorbereitung empfehlen können. Mit Cebiou Soukou und Joan Simun Edmundsson gibt es auf Rechtsaußen weitere Alternativen, die Druck auf die erste Elf machen, ebenso der jüngste Neuzugang Marcel Hartel, der auf verschiedenen Offensivpositionen spielen kann. Die gesetzten Fabian Klos und Andreas Voglsammer komplettieren die Dreieroffensive.

Im Mittelfeld dürfte Manuel Prietl auf der Sechserposition die Nase leicht vor Tom Schütz haben, während auf den Halbpositionen Reinhold Yabo und Nils Seufert gute Chancen haben. Neuzugang Marcel Hartel ist noch nicht gleich in der Startelf zu erwarten. Der Konkurrenzkampf ist im Mittelfeld aber ebenso vorhanden wie in der Innenverteidigung, in der Joakim Nilsson und Stephan Salger um den Platz neben Brian Behrendt kämpfen. Links hinten liefern sich Florian Hartherz und Anderson Lucoqui ein recht offenes Duell.

FC St. Pauli: Luhukay platzt der Kragen

Mit dem erst am Donnerstag präsentierten Viktor Gyökeres hat Trainer Jos Luhukay in Abwesenheit der noch länger fehlenden Henk Veerman und Borys Tashchy doch noch eine Alternative im Angriff zu Dimitrios Diamantakos bekommen. Der schwedische Neuzugang dürfte zunächst allerdings als Joker eingeplant sein, während der zuletzt leicht angeschlagene Grieche als einzige Spitze zu erwarten ist.

Weil auch Rico Benatelli, Philipp Ziereis, Luca Zander und Johannes Flum den Start verletzungsbedingt bzw. wegen Trainingsrückständen verpassen, verfügt Luhukay generell nicht über allzu viele Alternativen. Das ließ beim Niederländer auf der Pressekonferenz vor dem Auftakt den Kragen platzen, er kritisierte neben der Verletzungsanfälligkeit auch das aus seiner Sicht zu freundschaftliche Verhältnis der Spieler untereinander.

Die Mannschaft kann nun auf zwei Wegen reagieren. Zum Einen könnte die öffentliche Schelte des Trainers als zusätzliche Motivation angesehen und angenommen werden. Mit einer überzeugenden Leistung samt gutem Ergebnis auf der Alm würde sie die Reaktion zeigen, die sich Luhukay wohl insgeheim erhoffte. Sollte die Reise nach Bielefeld aber in die Hose gehen, hätte der Trainer seinen Schützlingen direkt ein Alibi geliefert.

Sofern Marvin Knoll wie mehrfach während der Vorbereitung in die Innenverteidigung rückt, könnte Hornschuh vor der Abwehr auflaufen, wo mit Christopher Buchtmann aber ein starker Konkurrent vorhanden ist. Buchtmann ist zwar auch eine Option für die beiden Positionen im offensiven Mittelfeldzentrum, doch dort haben wohl Mats Möller Daehli und Finn Ole Becker die bessere Karten.

Ihre Plätze sicher haben dürften zum Auftakt unterdessen neben Robin Himmelmann im Tor auch die Außenverteidiger Jan-Philipp Kalla und Daniel Buballa, der neue Kapitän Christopher Avevor im Abwehrzentrum sowie Ryo Miyaichi auf Rechtsaußen.

Tipps & Quoten zum Spiel

TV-Tipps: Live-Übertragung auf Sky & Sky Go, (Anstoß: Montag, 20.30 Uhr), Free-TV-Highlights ab 22.10 Uhr bei RTL Nitro. Kommentator: Hansi Küpper

Unser abschließender Wett Tipp:

St. Pauli hat sicherlich keine optimale Vorbereitung hinter sich, während Bielefeld mit einer eingespielten Mannschaft an den Start geht. Die Voraussetzungen für eine Fortsetzung der starken Rückrunde sind auf jeden Fall gegeben. »Jetzt mit 12.00-Quote (statt 2.10) bei 888sport auf Bielefeld-Sieg tippen.