Holstein Kiel gegen FC St. Pauli

Analyse, Aufstellung & Quoten zum Spiel am 06.04.2019

Alexander Mühling

Im Hinspiel entführte Kiel mit Alexander Mühling (l.) alle drei Punkte vom Millerntor © Imago / Claus Bergmann

Holstein Kiel erwartet den FC St. Pauli zum Duell zweier Teams aus dem Verfolgerfeld, die zumindest mit Blick auf Relegationsplatz drei noch im Rennen sind. Gerade Kiel darf sich angesichts von fünf Punkten Rückstand aber erst einmal keinen Ausrutscher mehr erlauben. St. Pauli hat zwar zwei Zähler mehr auf dem Konto, aus denen letzten drei Spielen aber nur einen Punkt verbuchen können und dabei kein einziges Tor erzielt.

Holstein Kiel: Meffert und Serra von Anfang an?

Nur 15 der bisherigen 50 Duelle hat Kiel gewonnen und bei 13 Unentschieden schon 22 Niederlagen kassiert. Zu Hause allerdings haben die Störche mit 13 Siegen, drei Remis und neun Pleiten die Nase vorne. Auch das Hinspiel am Millerntor gewann Kiel durch ein Tor von Janni Serra mit 1:0. Vergangene Saison behielt dagegen zweimal St. Pauli die Oberhand - in Kiel mit 1:0 und zu Hause mit 3:2.

Obwohl Kiel vergangene Woche beim 1. FC Köln über weite Strecken gut mitspielte, stand am Ende eine 0:4-Niederlage. Während die durchaus vorhandenen Chancen nicht genutzt wurden, luden die Störche die cleveren Geißböcke immer wieder ein. Dementsprechend unzufrieden zeigte sich Trainer Tim Walter nach der Partie gegenüber den Kieler Nachrichten: "Die Fehler haben uns das Genick gebrochen. Wir waren teilweise dilettantisch im Zweikampf, hatten eine schlechte Restfeldverteidigung, jeden zweiten Ball verloren."

Nicht unwahrscheinlich, dass Walter für die Partie gegen St. Pauli deshalb auch an einigen personellen Stellschrauben dreht. So könnten die eigentlichen Stammkräfte Jonas Meffert und Janni Serra, die nach abgesessener Sperre bzw. auskuriertem Infekt in Köln nur eingewechselt wurden, in die Startelf rücken. Lászlo Bénes und Jae-Sung Lee im Mittelfeld sowie Masaya Okugawa und Mathias Honsak im Angriff müssen bangen.

Erstmals wieder im Kader stehen könnte Kingsley Schindler, der nach seiner im Februar erlittenen Bänderverletzung im Sprunggelenk aber zunächst wohl auf der Bank Platz nehmen wird. Nicht dabei ist somit nur noch David Kinsombi.

FC St. Pauli: Neues Personal im Offensivbereich?

Defensiv war der Auftritt des FC St. Pauli beim 0:0 gegen den MSV Duisburg nach den beiden 0:4-Pleiten zuvor gegen den HSV und in Sandhausen sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung. Zugleich aber blieben die Kiez-Kicker zum dritten Mal in Folge torlos und agierten im Spiel nach vorne zu harmlos.

Möglich deshalb, dass Trainer Markus Kauczinski seine Offensive etwas umbaut. So könnte Waldemar Sobota auf dem rechten Flügel den Vorzug vor Ryo Miyaichi erhalten und auch der Einbau von Samil Allagui als zweiter bzw. hängender Spitze neben Alexander Meier ist eine Option. In letzterem Fall würde Christopher Buchtmann von der Zehner-Position auf die Doppelsechs neben Marvin Knoll rücken und Ersin Zehir verdrängen.

Nicht möglich ist der Einsatz von Torwart Robin Himmelmann, der an einer Oberschenkelzerrung laboriert und wie zuletzt beim 1:4 in Köln Anfang Februar wieder von Svend Brodersen vertreten wird. Sicher nicht einsatzfähig sind auch Henk Veerman, Philipp Ziereis und Luca Zander. Zudem wird es wohl auch für Jan-Philipp Kalla, Richard Neudecker und Dimitrios Diamantakos, die nur individuell trainieren konnten, nicht reichen.

Tipps & Quoten zum Spiel

TV-Tipps: Live-Übertragung auf Sky & Sky Go (Anstoß: Samstag, 13 Uhr), Free-TV-Highlights ab 18.30 Uhr in der ARD-Sportschau. Kommentator: Michael Born

Unser abschließender Wett Tipp:

Kiel wurden in Köln die Grenzen aufgezeigt, doch enttäuscht haben die Störche dennoch nicht. Gegen ein zuletzt nicht überzeugendes St. Pauli stehen die Chancen auf drei Punkte gut, wenn an das letzte Heimspiel gegen Aue angeknüpft werden kann. »Jetzt mit 1.97-Quote bei Interwetten auf Kiel-Sieg tippen.