Wehen Wiesbaden gegen Heidenheim

Analyse, Aufstellung & Quoten zum Spiel am 19.10.2019

Marc Schnatterer

Marc Schnatterer war bereits beim letzten Duell im April 2014 dabei, das Heidenheim in Wiesbaden mit 1:0 gewann. © imago images / Eibner

Mit zwei Siegen in Folge hat der SV Wehen Wiesbaden vor der Länderspielpause den mit einem völlig verkorksten Saisonstart schon verlorenen Anschluss an den Rest der Liga wiederhergestellt. Nun will der Aufsteiger gegen den 1. FC Heidenheim nachlegen. Der FCH spielt auf Rang sieben stehend bisher eine ordentliche Rolle, doch mit der bislang fehlenden Konstanz scheint sogar mehr drin. Nach zuletzt nur einem Punkt aus zwei Partien will Heidenheim nun auf jeden Fall wieder dreifach punkten.

Wehen Wiesbaden: Kein Grund für Veränderungen

Die einzigen Duelle zwischen beiden Mannschaften fanden zwischen 2009 und 2013 in der 3. Liga statt. Nach zehn Begegnungen ist die Bilanz mit je drei Siegen sowie vier Unentschieden ausgeglichen. In Wiesbaden weist Heidenheim aber bemerkenswerterweise mit drei Siegen, einem Remis und nur einer Niederlage eine positive Statistik auf. So feierte der FCH auch im bislang letzten Aufeinandertreffen im April 2014 einen 1:0-Auswärtssieg.

Abgesehen vom Tausch im Tor, wo der nachverpflichtete Heinz Lindner beim 2:1-Sieg in Stuttgart einen Traumeinstand feierte, hat SVWW-Coach Rüdiger Rehm zuletzt zwei Mal in Folge die gleiche Elf aufgeboten. Und auch wenn für den Coup in Stuttgart eine ordentliche Portion Glück nötig war, dürfte es nun kaum größere Veränderungen geben.

Vielmehr ist wahrscheinlich, dass Rehm seiner erfolgreichen Mannschaft erneut das Vertrauen schenkt. Auch Jeremias Lorch, der in Stuttgart gelb-vorbelastet zur Pause in der Kabine geblieben ist und von Paterson Chato ordentlich ersetzt wurde, dürfte wieder beginnen.

Nicht zur Verfügung steht derweil der nach seiner Einwechslung in Stuttgart vom Platz gestellte Daniel-Kofi Kyereh, der gesperrt auf die Tribüne muss. Dafür haben sich in der Länderspielpause mit Törles Knöll, Marvin Ajani, Tobias Schwede und Nicklas Shipnoski gleich vier andere, zuletzt angeschlagene oder verletzte Offensivkräfte heranarbeiten können. Die Möglichkeiten, von der Bank nachlegen zu können, sind nun wieder deutlich zahlreicher.

1. FC Heidenheim: Vertrauen für die Stammelf?

Aus seiner Unzufriedenheit nach der 2:3-Heimniederlage gegen den VfL Bochum hat Heidenheims Trainer Frank Schmidt vor der Länderspielpause keinen Hehl gemacht und dabei vor allem die schwerwiegenden Fehler im Defensivverhalten kritisiert. Zugleich allerdings fehlte in dieser Partie auch offensiv der letzte Tick, um aus einer klaren optischen Überlegenheit auch Kapital zu schlagen.

Nichtsdestotrotz ist nicht davon auszugehen, dass Schmidt seine in den vergangenen Wochen gefundene Stammelf in größerem Umfang verändert. Dass Alternativen vorhanden sind, zeigte indes der 2:0-Sieg im Testspiel bei der SG Sonnenhof Großaspach, als mit Denis Thomalla und Merveille Biankadi zwei zuletzt in zweiter Reihe stehende Offensivkräfte trafen.

Die Mannschaft, die sich im Laufe der Saison das Vertrauen des Trainers erarbeitet hat und wohl noch einen kleinen Bonus besitzt, sollte sich deshalb nicht zu sicher sein und mit einer deutlichen Steigerung im Vergleich zum Bochum-Spiel wieder Argumente in eigener Sache liefern. Unterdessen ist voraussichtlich der Langzeitverletzte Maximilian Thiel erneut der einzige Ausfall.

Tipps & Quoten zum Spiel

TV-Tipps: Live-Übertragung auf Sky & Sky Go (Anstoß: Samstag, 13 Uhr), Free-TV-Highlights ab 18.30 Uhr in der ARD-Sportschau. Kommentator: Klaus Veltman

Unser abschließender Wett Tipp:

Wehen Wiesbaden geht nach den jüngsten Erfolgen zwar mit breiter Brust ins Spiel, trifft aber auf einen cleveren und deutlich erfahreneren Gegner, der die Heimpleite gegen Bochum wettmachen will. Auch weil dem SVWW das Glück nicht immer so hold sein wird wie in Stuttgart, geht unsere Tendenz zum Heidenheimer Auswärtssieg. »Jetzt mit 2.20-Quote bei Interwetten auf Heidenheim-Sieg tippen.