Wehen Wiesbaden: Deutsch ist Trumpf

Jakov Medic als einziger, echter Legionär

Christian Hock, Rüdiger Rehm

Was Wiesbadener Erfolgsduo Christian Hock (l.) und Rüdiger Rehm legt offenkundig großen Wert auf Kommunikation. © imago images / Jan Hübner

Sportlicher Erfolg beruht in der Regel auf verschiedenen Faktoren, wobei die Zusammenstellung eines schlagkräftigen Kaders eine wesentliche Rolle spielt. Viel individuelle Qualität nützt aber meist nichts, wenn es innerhalb der Mannschaft nicht stimmt und die interne Kommunikation zu wünschen übrig lässt.

Beim SV Wehen Wiesbaden lässt sich vor dem Saisonstart bereits ausschließen, dass es zu Verständigungsschwierigkeiten kommt. Denn während andere Vereine eine zweistellige Anzahl an Legionären in ihrem Kader führen, ist beim Aufsteiger Deutsch Trumpf.

Das für zwei Jahre vom 1. FC Nürnberg ausgeliehene Innenverteidiger-Talent Jakov Medic ist der einzige Akteur im Kader, der als echter Legionär einzustufen ist. Der Kroate spielt aber auch schon seit Sommer 2018 in Deutschland und kann sich nach einem Jahr in der zweiten Mannschaft des FCN verständigen.

Sechs Spieler mit einer zweiten Nationalität

Ansonsten stehen zwar noch sechs Spieler mit einer zweiten Nationalität im Aufgebot, doch dieses Sextett ist entweder bereits in Deutschland geboren oder aber früh ins Land gekommen. Kapitän Sebastian Mrowca (Polen), der erneut von Fortuna Düsseldorf ausgeliehene Gökhan Gül (Türkei) und Torjäger Daniel-Kofi Kyereh (Ghana) waren schon am Erfolg der vergangenen Saison entscheidend beteiligt und sind weiter dabei.

Der von den Sportfreunden Lotte gekommene Paterson Chato (Kamerun) und der vom Halleschen FC verpflichtete Marvin Ajani (Nigeria) mischen seit Beginn der Vorbereitung mit und hoffen auch auf einen Stammplatz. Der 18-jährige Giona Leibold (USA), der aus der eigenen U19 aufrückt, gilt unterdessen eher als Perspektivspieler.

Den Erfolg nur an einer problemlosen Kommunikation festzumachen, wäre freilich viel zu kurz gegriffen. Schon in den Jahren vor dem Aufstieg hatte der SVWW kaum Legionäre im Kader, konnte die internen und externen Erwartungen gleichwohl dennoch nicht erfüllen.