Wehen Wiesbaden: Dittgen fordert mehr Kampf

"Kämpfen und rennen kann man immer"

Autor: Christian Slotta Veröffentlicht: Samstag, 14.12.2019 | 16:42
Maximilian Dittgen gegen Darmstadt.

Maximilian ist beim Aufsteiger gesetzt. ©imago images/Hartenfelser

Der SV Wehen Wiesbaden hat mit dem 1:3 beim FC St. Pauli die große Chance verpasst, die Hamburger in der Tabelle zu überholen. Schlimmstenfalls droht nun am Sonntag sogar der letzte Tabellenplatz. Nach dem Spiel sprach Maximilian Dittgen mit Liga-Zwei.de über die Niederlage und die Gesamtsituation.

Herr Dittgen, warum hat der SV Wehen Wiesbaden dieses Spiel verloren und vor allem in der ersten Halbzeit erschreckend schwach gespielt?
Maximilian Dittgen: „In der ersten Halbzeit gab es von unserer Seite zu wenig Aktivitäten. Natürlich hat St. Pauli mit sechs Spielern aufgebaut. Da müssen wir im Kollektiv weiter rausrücken und die Gegenspieler unter Druck setzen, damit wir in das Spiel finden.

Wir haben den Gegner in der ersten Halbzeit mit unserem schlechten Spiel stark gemacht. In der zweiten Halbzeit ist das meiner Meinung nach besser geworden. Aber wenn wir dann zehn Minuten vor Schluss ein 1:1 haben, dann müssen wir auch diesen einen Punkt mitnehmen.“

„ Anderen Mannschaften wird wahrscheinlich gesagt, man müsse gegen Wehen Wiesbaden Punkte holen ”
über die Rolle als Underdog

War das vielleicht der Fehler? Wollte Ihre Mannschaft nach dem Ausgleichstreffer durch Manuel Schäffler vielleicht zu sehr den Sieg?
Dittgen: „Ja, natürlich will man dann am besten noch einen Treffer nachlegen. Ich will nicht sagen, dass wir übermütig waren. Aber trotzdem dürfen wir nicht diese beiden späten Gegentreffer kassieren. Nun stehen wir wieder ohne Punkte da.

Aber was soll man machen? Jetzt heißt es, wieder weiterzumachen. Gegen Karlsruhe wollen wir möglichst einen Dreier holen, damit wir eine etwas bessere Ausgangssituation haben.“

Der SV Wehen Wiesbaden ist in der Tabelle von vielen individuell stark besetzten Mannschaften wie Nürnberg, St. Pauli, Hannover oder auch Darmstadt umgeben. Ist es ein Vor- oder Nachteil, der große Underdog zu sein?
Dittgen: „Wir sind natürlich der Underdog. Aber ich würde nicht unbedingt sagen, dass das eine Gefahr ist. Anderen Mannschaften wird wahrscheinlich gesagt, man müsse gegen Wehen Wiesbaden Punkte holen. Wir müssen uns in die Liga hineinfighten. Und wie man auch heute wieder gesehen hat, ist in der 2. Bundesliga nichts anderes als Kampf angesagt.

Da brauchen wir nicht versuchen, den Ball zwischen den Ketten laufen zu lassen und den Gegner auszuspielen. Wir müssen den Ball in die gegnerische Hälfte bringen, dann Angriffe kreieren und um den zweiten Ball kämpfen.“

„ Dazu braucht man keine fußballerische Qualität und auch keinen guten Tag ”
über die Grundtugenden kämpfen & rennen

Es hat lange gedauert, bis der SV Wehen Wiesbaden sich in der 2. Bundesliga zurechtfand. Warum hat das so lange gedauert?
Dittgen: „Ich weiß auch nicht. Vielleicht hat der eine oder andere geglaubt, dass wir, da wir über die Relegation in die 2. Bundesliga gekommen sind, bereits gezeigt haben, dass wir in der Liga spielen können. Dabei hatten wenige bis keine Spieler von uns Zweitliga-Erfahrung.

Später haben wir das dann, bis auf diesen einen Ausrutscher gegen Kiel, gut auf die Kette bekommen. Für uns gilt es, zu kämpfen. Dazu braucht man keine fußballerische Qualität und auch keinen guten Tag. Kämpfen und rennen kann man immer.“

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