Wehen Wiesbaden: Dürfen in Aue mehr Neuzugänge ran?

Aufstiegshelden rechtfertigen das Vertrauen zum Auftakt nicht

Rüdiger Rehm

Rüdiger Rehm dürfte sich nach der Auftaktpleite Gedanken über seine Aufstellung machen. © imago images / Sven Simon

Nach dem bemerkenswert klaren 3:0 im letzten Testspiel gegen Boavista Porto hatte man sich beim SV Wehen Wiesbaden durchaus gute Chancen auf einen erfolgreichen Auftakt ausgerechnet, zumal es gegen den in der vergangenen Saison zweimal besiegten Mitaufsteiger aus Karlsruhe ging.

Am Ende zog die Mannschaft von Trainer Rüdiger Rehm, die lange nicht zu ihrem gewohnten Offensivspiel fand und gegen einen kompakten Gegner 55 Prozent Ballbesitz nur selten in zwingende Aktionen umsetzen konnte, aber verdientermaßen mit 1:2 den Kürzeren. Auch, weil abgesehen von Neuzugang Michel Niemeyer keiner der von Anfang an eingesetzten Akteure überzeugen konnte.

Mehr Lufthoheit mit Benedikt Röcker?

Coach Rehm, der aus seiner Unzufriedenheit kein Geheimnis machte, vertraute gegen den KSC noch zehn Aufstiegshelden, die das erhaltene Vertrauen aber nicht rechtfertigten. Nicht unwahrscheinlich, dass schon am Sonntag bei Erzgebirge Aue eine veränderte Mannschaft mit mehr neuen Gesichtern auflaufen wird.

Neben Niemeyer, der auf der linken Abwehrseite erst einmal gesetzt ist, hinterließen auch die eingewechselten Phillip Tietz und Marvin Ajani einen guten Eindruck. Beide sorgten für frischen Wind und dafür, dass die Aktionen des SVWW in der Schlussphase zielstrebiger wurden.

Ajani auf der rechten Außenbahn und Tietz in der Spitze dürfen in Aue auf die Startelf hoffen. Die Flügelspieler Nicklas Shipnoski und Marco Dittgen sowie die beiden Angreifer Manuel Schäffler und Daniel-Kofi Kyereh können sich ihrer Plätze hingegen nicht sicher sein.

Denkbar ist auch, dass der von vielen schon gegen den KSC in der Startelf erwartete Benedikt Röcker in die Innenverteidigung rückt. Neben seiner Erfahrung brächte der 29-jährige Neuzugang von Bröndby Kopenhagen auch die stattliche Größe von 1,97 Metern mit. Ein klares Plus gegenüber Niklas Dams (1,84 Meter), das insbesondere bei Standardsituationen eine Rolle spielt und dazu beitragen könnte, Gegentore wie das 0:2 gegen den KSC zu verhindern.

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