Wehen Wiesbaden: In Darmstadt Alles oder Nichts?

Ein Punkt könnte zu wenig sein

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Donnerstag, 18.06.20 | 10:10
Paterson Chato

Hoffnungsträger nach abgesessener Gelbsperre: Paterson Chato. © imago images / Jan Hübner

Zumindest der Super-GAU blieb dem SV Wehen Wiesbaden am Mittwochabend erspart. Weil der Karlsruher SC bei Jahn Regensburg mit 1:2 verlor, beträgt der Rückstand des SVWW auf den Relegationsplatz weiterhin „nur“ zwei Punkte. Gleichzeitig sind es nach der herben 0:6-Klatsche am Dienstag im Kellerduell gegen den 1. FC Nürnberg aber schon fünf Zähler bis zum rettenden Ufer, zu denen erschwerend noch das mit Abstand schlechteste Torverhältnis aller Teams oberhalb von Schlusslicht Dynamo Dresden kommt.

Klar ist angesichts dieser Ausgangslage, dass Wehen Wiesbaden mindestens eines der beiden letzten Spiele bei Darmstadt 98 und gegen den FC St. Pauli gewinnen muss, mutmaßlich aber selbst für die Relegation mindestens vier Zähler oder sogar die Optimalausbeute benötigen wird.

Vor der kurzen Reise nach Darmstadt stellt sich deshalb die Frage nach der Herangehensweise. Beim zweitbesten Team der Rückrunde ist der SVWW sicherlich nicht der Favorit, muss aber dennoch nach dem Motto „Alles oder Nichts“ auf Sieg spielen. Ob sich das direkt in der Aufstellung niederschlägt, bleibt indes abzuwarten, zumal gegen Nürnberg die offensive Einwechslung zur Pause von Angreifer Phillip Tietz für Innenverteidiger Benedikt Röcker keinen positiven Effekt hatte.

Kyereh fehlt, Chato kehrt zurück

Sicher verzichten muss Trainer Rüdiger Rehm derweil auf den gelbgesperrten Daniel-Kofi Kyereh, dem mit sechs Toren und sechs Vorlagen zweitbesten Scorer im bisherigen Saisonverlauf. Tietz könnte wie auch Maximilian Dittgen von diesem Ausfall profitieren.

Wahrscheinlich ist überdies eine offensivere Ausrichtung der rechten Außenbahn, die indes nicht aus freien Stücken erfolgen würde. Denn Kapitän Sebastian Mrowca droht aufgrund einer gegen Nürnberg erlittenen Knieblessur auszufallen. Moritz Kuhn oder Marvin Ajani während auf der rechten Abwehrseite eine offensivere Variante, die angesichts des benötigten Dreier aber auch gefragt sein dürfte. Letzteres gilt auch für Paterson Chato, der nach verbüßter Gelbsperre das Zentrum stabilisieren soll.

Das Restprogramm von Wehen Wiesbaden