Wehen Wiesbaden: Offensivschwäche als Handicap im Abstiegskampf

Nur ein Tor in den letzten vier Spielen

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Samstag, 07.03.20 | 07:30

Manuel Schäffler

Manuel Schäffler (l.) ist die Treffsicherheit der Vorrunde abhanden gekommen. © imago images / ActionPictures

Am heutigen Freitag steht der SV Wehen Wiesbaden im Aufsteigerduell beim VfL Osnabrück vor enorm wichtigen 90 Minuten. Nach nur einem Punkt aus den letzten vier Spielen geht es für den SVWW darum, den Anschluss ans rettende Ufer zu wahren, das aktuell fünf Zähler entfernt ist. Zumindest vorübergehend wäre mit einem Sieg der Sprung auf den Relegationsplatz möglich, der den Glauben an die Rettung wieder erhöhen würde.

Um in Osnabrück zu punkten und letztlich den direkten Wiederabstieg vermeiden zu können, muss Wehen Wiesbaden aber offensiv zulegen. 25 Treffer an den ersten 24 Spieltagen sind die zweitschwächste Ausbeute der Liga nach Dynamo Dresden (23) und in den letzten Wochen fiel die Trefferquote noch dürftiger aus. Lediglich vier Tore erzielte der SVWW in den sechs Spielen nach der Winterpause, in den jüngsten vier Partien sogar nur ein einziges Tor.

Drei der vergangenen vier Begegnungen gingen so denkbar knapp mit 0:1 verloren, was wiederum aber auch aufzeigt, dass die Defensive nach einer Steigerung im zweiten Teil der Hinserie auch im Jahr 2020 einigermaßen stabil steht. Ab dem zehnten Spieltag ließ der SVWW in 15 Spielen nur noch 17 Gegentreffer (1,13 im Schnitt) zu. Zuvor waren es in neun Partien 24 Einschläge im eigenen Kasten (2,67).

Weniger als ein Tor pro Spiel

Allerdings zeigt eine Unterteilung der Saison in diese zwei Abschnitte auch, dass die Offensive nach 13 Toren an den ersten neun Spieltagen (1,44 im Schnitt) schon seit längerem schwächelt. Zwölf Tore an den letzten 15 Spieltagen ergeben einen Schnitt von 0,80 Treffern pro Partie, mit dem sich die Klasse mutmaßlich nur schwer halten lassen wird.

„ Wir müssen es schaffen, das Runde im Eckigen unterzubringen. ”
Rüdiger Rehm

Auf der Pressekonferenz am Mittwoch machte denn auch Trainer Rüdiger Rehm keinen Hehl daraus, woran es besonders anzusetzen gilt: "Wir müssen es schaffen, das Runde im Eckigen unterzubringen. Wir hatten unsere Torchancen, aber wir machen die Tore nicht. Das haben wir in der ganzen Saison schon nicht richtig geschafft und speziell in den letzten Spielen. Das zu verbessern, ist ein klares Augenmerk."

Rehm betonte zugleich aber auch, "nicht fünf Mann austauschen" zu wollen, sondern abgesehen von möglichen, kleineren Umstellungen auf das Personal der letzten Wochen zu vertrauen. Bleibt aus Sicht des SVWW zu hoffen, dass der im Jahr 2020 noch torlose Torjäger Manuel Schäffler und seine Kollegen dieses Vertrauen zurückzahlen können.

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