Widemann und Co.: Das machen die Ex-Heidenheimer heute

Zweimal Würzburger Kickers, einmal Regionalliga

Autor: Simon Thijs Veröffentlicht: Dienstag, 23.10.18 | 07:56
Dominik Widemann am BAll für Unterhaching

Dominik Widemann ist zu seinem Heimatverein zurückgekehrt. ©Imago/foto2press

Mit John Verhoek musste Heidenheims Trainer Frank Schmidt seinen gefährlichsten Stürmer ziehen lassen, doch auch einige andere Akteure haben dem FC Heidenheim den Rücken gekehrt. Einer davon ist Dominik Widemann, der zur SpVgg Unterhaching zurückging, von wo er vor drei Jahren zum FCH gekommen war. Wir haben mit ihm über seine neue alte Heimat gesprochen und seine Sicht auf die aktuelle Saison der Heidenheimer gesprochen.

Herr Widemann, wie sehr haben Sie Unterhaching in den letzten drei Jahren vermisst?
Dominik Widemann: „Es war eine schöne erste Zeit in Haching, für mich persönlich ist es super gelaufen. Wenn man dann wie ich in Heidenheim nicht spielt, wünscht man sich diese Zeit natürlich zurück. Ich habe es also schon sehr vermisst, zu Hause bei meiner Familie zu sein.“

Welche sportlichen Gründe gab es daneben für die Rückkehr in die alte Heimat?
Widemann: „In Unterhaching kann man sich gut weiterentwickeln. Die Truppe ist super und passt perfekt zu mir.“

„ Die Truppe ist super und passt perfekt zu mir. ”
über das Team in Unterhaching

Wie läuft die Saison in der 3. Liga bislang?
Widemann: „Nach den drei Jahren, in denen ich wenig gespielt habe, ist jetzt Spielpraxis das oberste Ziel. Ich will Stück für Stück wieder auf das Level kommen, von Anfang an spielen zu können. Das braucht seine Zeit, aber ich bin sehr zufrieden bislang. Ich hatte schon einige Kurzeinsätze, war in der Liga und in den Toto-Pokal-Spielen schon in der Startelf. Ich bekomme die erhoffte Spielpraxis.“

Wie genau verfolgen Sie die 2. Bundesliga und speziell den FCH noch?
Widemann: „Wenn es der Spielplan zulässt, schaue ich generell Spiele der ersten, zweiten, und dritten Liga im Fernsehen an. So habe ich auch den FC Heidenheim in letzter Zeit verfolgt.“

Letzte Saison war es ganz schön knapp für Heidenheim. Warum wird es in dieser Saison besser laufen?
Widemann: „Das ist schwer zu sagen. Die zweite Liga ist so eng, jeder kann jeden schlagen. Da kommt es oft auf die Tagesform an. Es kann schnell nach oben gehen, aber auch schnell nach unten.“ 

Die übrigen Abgänge:

Marcel Titsch Rivero:
Der vielseitige Ex-Frankfurter suchte lange einen neuen Verein und hat ihn mittlerweile im SV Wehen Wiesbaden eine Liga tiefer gefunden. Dort wurde er mit seiner Erfahrung gleich eine feste Größe.

John Verhoek:
Der Angreifer, der letzte Saison zehn Tore für den FCH schoss, ging nach Duisburg, wo die Saison mit schlechten Ergebnissen und einem Trainerwechsel losging. Einen Stammplatz konnte sich der Niederländer noch nicht erobern.

Ibrahim Hajtic:
Das Heidenheimer Jugendprodukt ging zu den Würzburger Kickers in die 3. Liga. Der Innenverteidiger kam gut in die Saison, dann setzte ihn eine Verletzung außer Gefecht.

Dave Gnaase:
Ebenfalls aus dem eigenen Nachwuchs aber ohne echte Chance in Heidenheim entschied sich auch Dave Gnaase für die Kickers. Dort ist er gesetzt und zeigt Torgefahr.

Kevin Kraus:
Der Innenverteidiger gehörte zum Stamm von Frank Schmidt, bekam dennoch keinen neuen Vertrag. In Kaiserslautern versucht er über den Aufstieg in die 2. Bundesliga zurückzukehren. Bislang bestritt er alle Spiel von Beginn an.

Ronny Philp:
Der von vielen Verletzungen geplagte Außenverteidiger will bei Schweinfurt 05 in der Regionalliga wieder auf die Beine kommen. Nach gutem Saisonstart warf ihn erneut eine Blessur ein wenig zurück.

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