Würzburger Kickers: Der Vorsprung ist aufgebraucht

Wieder verhindert ein spätes Gegentor Zählbares

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Dienstag, 18.04.17 | 08:19
Nejmeddin Daghfous

Nejmeddin Daghfous richtet den Blick nach vorne © Imago

Die Talfahrt der Würzburger Kickers geht weiter. Nachdem die Franken zuletzt immerhin dreimal in Folge einen Punkt auf der Habenseite verbuchen konnten, setzte es am gestrigen Sonntag beim FC St. Pauli eine bittere 0:1-Niederlage bei einem direkten Konkurrenten.

Bitter vor allem deshalb, weil sich die Kickers wieder einmal durch ein spätes Gegentor um den Lohn ihrer Arbeit brachten. Allein im Jahr 2017 hätte die Mannschaft von Trainer Bernd Hollerbach zehn Punkte mehr eingefahren, wenn ein Spiel statt 90 nur 80 Minuten dauern würde.

Nur die Tordifferenz verhindert Rang 16

Mit nur fünf Punkten aus den bisherigen zwölf Spielen nach der Winterpause ist Würzburg weiter das mit Abstand schwächste Team der Rückrunde und weiterhin seit Dezember sieglos. Dadurch ist der einst äußerst komfortable Vorsprung auf die Abstiegszone inzwischen so gut wie aufgebraucht. Aktuell trennt die Kickers nur noch die bessere Tordifferenz vom Relegationsplatz und das kleine Polster von zwei Zählern zu Rang 17 könnte heute im Spiel zwischen Arminia Bielefeld und dem VfB Stuttgart noch schmelzen.

„ Wir müssen jetzt die Köpfe hoch bekommen und die Ruhe bewahren. ”
Nejmeddin Daghfous

Resignation ist in Würzburg aber trotz der besorgniserregenden Negativentwicklung kein Thema. Stellvertretend für Mannschaft und Trainer äußerte sich Nejmeddin Daghfous in der Mainpost mit Blick auf die noch immer ordentliche Ausgangslage: „Wir haben trotzdem noch alles in der eigenen Hand. Wir müssen jetzt die Köpfe hoch bekommen und die Ruhe bewahren.“

Und die Kickers müssen zwangsläufig punkten und das im Endspurt wohl auch nochmal dreifach, um nicht doch noch unter den Strich zu rutschen.

Gewinnt Würzburg gegen Nürnberg? Jetzt wetten!