1. FC Kaiserslautern: Wie geht es ohne Uwe Stöver weiter?

Kommt nun doch ein Sportvorstand?

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Dienstag, 16.10.18 | 09:06
Uwe Stöver

Sieht für sich keine Zukunft mehr beim FCK: Uwe Stöver © Imago

Wieder einmal hat der 1. FC Kaiserslautern abseits des grünen Rasens für einen Paukenschlag gesorgt. Wie die Roten Teufel mitteilten, wird Sportdirektor Uwe Stöver den Verein auf eigenen Wunsch zum 30. Juni verlassen und damit nach lediglich einjähriger Tätigkeit sowie zwei Jahre vor seinem eigentlichen Vertragsende.

„ Es war das Ergebnis einer Entwicklung seit Mitte Februar. ”
Uwe Stöver

Gegenüber kicker.de führte Stöver die Gründe für seine Entscheidung zumindest zwischen den Zeilen näher aus: „Es war das Ergebnis einer Entwicklung seit Mitte Februar. Das Thema kam nicht zur Ruhe. Daraufhin habe ich eine Woche lang die Dinge ausführlich reflektiert und habe den Entschluss gefasst, weil ich denke, dass es für alle Beteiligten das Beste ist, getrennte Wege zu gehen.“

Im Februar war durchgesickert, dass der Aufsichtsrat einen neuen Sportvorstand installieren möchte, der hierarchisch über Stöver angeordnet gewesen wäre. Dieser Plan wurde zwar letztlich nicht in die Tat umgesetzt, war aber weiter vorhanden. So wurde nach geschafftem Klassenerhalt in einer Aufsichtsratssitzung vorige Woche erneut über einen Sportvorstand diskutiert, was Stöver als erneutes Misstrauensvotums gedeutet haben dürfte und deshalb nun die Brocken hinwirft.

Spielt Abel wieder eine Rolle?

Man darf gespannt sein, wie es beim FCK nun ohne Stöver weitergeht. Zunächst wurde ein sechsköpfiger Sport-Ausschuss einberufen, dem unter anderem auch Ex-Profi und Aufsichtsratsmitglied Mathias Abel angehört. Jener Abel, der im Februar als Favorit auf den Posten des Sportvorstandes galt.

Möglich, dass Abel in den weiteren Überlegungen eine Rolle spielt, aber auch denkbar, dass der FCK einen externen Sportvorstand verpflichtet. Dass es dann noch einen Sportdirektor geben wird, der mit vermutlich relativ wenig Kompetenzen arbeiten würde, ist hingegen sehr fraglich.

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