1. FC Nürnberg: Am Dienstag ist Verlieren verboten

Die Abstiegssorgen werden immer größer

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Sonntag, 14.06.20 | 07:21

Robert Palikuca

Um Zuversicht vor dem Abstiegsgipfel bemüht: Robert Palikuca. © imago images / Zink

Die Hoffnung, im Frankenderby gegen Greuther Fürth einen Befreiungsschlag landen können, hat sich nicht erfüllt. Vielmehr hat sich die Lage beim Club nach der bitteren 0:1-Heimpleite gegen den Erzrivalen aus der Nachbarschaft und des gleichzeitigen Sieges von Wehen Wiesbaden bei Holstein Kiel weiter zugespitzt. Sollte der Karlsruher SC am heutigen Sonntag gegen den VfB Stuttgart gewinnen, würde Nürnberg drei Runden vor Schluss sogar auf den Relegationsplatz abrutschen.

Am Dienstag (18.30 Uhr) steht nun ein absolutes Schlüssel- und Sechs-Punkte-Spiel auf dem Programm, wenn der FCN in Wiesbaden gastiert. Dort tritt die Mannschaft von Trainer Jens Keller mit einem kleinen Polster von zwei Zählern an und darf folglich keinesfalls verlieren, zumal das eigene Restprogramm mit Spielen gegen den VfB Stuttgart und bei Holstein Kiel alles andere als einfach.

Palikuca nimmt die Mannschaft in die Pflicht

Coach Keller, dessen Team gegen Fürth ordentlich begonnen, die vorhandenen Chancen aber nicht genutzt hat, weiß natürlich um die Bedeutung der Begegnung in der Brita-Arena und kündigte auf der vereinseigenen Webseite vollen Fokus auf das Kellerduell an: "Wir sind heute enttäuscht und werden uns ab morgen konzentriert auf Wiesbaden vorbereiten, wo wir erfolgreich sein werden. Wir müssen am Dienstag liefern."

Sportvorstand Robert Palikuca, selbst auch wegen der offenkundig nicht wirklich geglückten Kaderzusammenstellung vermehrt in der Kritik, war derweil nach der Derbypleite bemüht, eine Trainerdiskussion im Keim zu ersticken und Zuversicht zu verbreiten. "Wir werden das stoppen. Wir werden jetzt nach Wiesbaden fahren und mit allem, was wir haben, da auftreten und mit aller Macht versuchen zu gewinnen", erklärte Palikuca und nahm bei "Sky" vor allem die Profis in die Pflicht: "Es hat wieder die absolute Besessenheit gefehlt. Wir müssen deutlich aggressiver auftreten."

Aus Nürnberger Sicht ist zu hoffen, dass das bereits am Dienstag gelingt und auch einen Ertrag in Form von mindestens einem Unentschieden abwirft. Andernfalls könnte das Horrorszenario eines umgekehrten Durchmarsches von der Bundesliga in die 3. Liga tatsächlich Realität werden.

Das Restprogramm des 1. FC Nürnberg