1. FC Nürnberg erwägt Trainingslager

Impuls vor der Relegation

Autor: Simon Thijs Veröffentlicht: Mittwoch, 01.07.2020 | 08:50
Michael Wiesinger vom 1. FC Nürnberg

Michael Wiesinger will seinem Club nochmal einen großen Dienst erweisen. ©Imago images/Revierfoto

Der 1. FC Nürnberg muss sich als Bundesliga-Absteiger überraschend in der Abstiegsrelegation beweisen, um nicht durchgereicht zu werden. Um die Katastrophe zu vermeiden, zieht der Club alle Register, wechselte den Trainer und will nun auch den großen Vorteil gegenüber dem kommenden Gegner voll ausschöpfen.

Relegationserfahrung bei Wiesinger

So soll womöglich ein Kurztrainingslager die entscheidenden Prozentpunkte bringen. Interimstrainer Michael Wiesinger ist in dieser Hinsicht aber noch nicht ganz entschlossen. „Manchmal tut‘s gut, so einen Impuls zu setzen, auf der anderen Seite finde es ich nicht so schlimm, wenn jeder nochmal Tag für Tag spürt, was hier bei diesem Club dahintersteckt“, findet der Ex-Profi bei Nordbayern.de auch Positives im Druck aus dem eigenen Umfeld.

Ein Vorteil sei die längere Vorbereitungszeit bis zum Hinspiel am Dienstag allemal. Der Teilnehmer aus der 3. Liga an der Relegation steht noch nicht einmal fest, wird sich auch erst am Samstag entscheiden. Der Drittligist hat dann gerade einmal drei Tage, sechs weniger als der FCN. Momentan liegt der FC Ingolstadt auf dem Relegationsplatz, hat allerdings nur einen Zähler Rückstand auf Braunschweig und zwei Vorsprung auf den MSV Duisburg.

Relegation ist jedenfalls kein neues Thema für Wiesinger. Als Trainer des SV Elversberg versuchte er zweimal vergeblich sich für die 3. Liga zu qualifizieren, scheiterte 2016 am FSV Zwickau, ein Jahr später an Unterhaching. Es ist allerdings das erste Mal für ihn, dass er in Entscheidungsspiele muss, um einen Abstieg zu verhindern. Zweifelsohne eine andere Form von Druck, Druck dem der FC Ingolstadt im letzten Jahr nicht standhielt.