1. FC Nürnberg: Kommt Ersatz für Sebastian Kerk?

Oder wird Abdelhamid Sabiri wieder eine Option?

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Dienstag, 14.07.20 | 08:16
Sebastian Kerk

Bitterer Ausfall: Sebastian Kerk fehlt dem Club bis ins neue Jahr © Imago

In die Freude des 1. FC Nürnberg über den späten Punktgewinn im Top-Spiel gegen den 1. FC Union Berlin (2:2) mischte sich schon kurz nach dem Schlusspfiff ein dicker Wermutstropfen. Dass sich die Verletzung von Sebastian Kerk, der in der 72. Minute ohne gegnerische Einwirkung im Rasen hängen blieb, als Achillessehnenriss entpuppte, war für den Club ein schwerer Schlag.

Kerk war inklusive DFB-Pokal an sechs von acht Nürnberger Toren beteiligt und nach einem sehr durchwachsenen Jahr im Trikot des 1. FC Kaiserslautern auf dem besten Weg zu seiner einstigen Top-Form.

Transfermarkt wird sondiert

Unmittelbar nach Bekanntwerden der Diagnose hat Nürnbergs Sportvorstand Andreas Bornemann gegenüber den Nürnberger Nachrichten schon angekündigt, nun nochmals Ausschau nach Verstärkungen zu halten: „Wir werden uns jetzt schon intensiver damit beschäftigen, was auf dem Transfermarkt noch möglich ist.“

„ Wir werden aber sicher nicht Spieler aus reinem Aktionismus verpflichten. ”
Michael Köllner

Trainer Michael Köllner verriet derweil in Bild, auf den Ausfall von wichtigen Spielern grundsätzlich vorbereitet zu sein, ist aber nicht sicher, dass noch ein Neuer kommt: „Wir sondieren den Markt, haben ja ohnehin ein Schatten-Team aufgestellt und da müssen wir uns nun mit den einzelnen Personalien näher beschäftigen. Wir werden aber sicher nicht Spieler aus reinem Aktionismus verpflichten.“

Eine interne Alternative für Kerks Position auf dem linken Flügel hätte der Club mt Abdelhamid Sabiri durchaus noch in der Hinterhand, doch aktuell ist schwierig zu durchschauen, was der hochveranlagte Deutsch-Marokkaner plant. Das Interesse von Huddersfield Town scheint erloschen bzw. nie wirklich konkret gewesen zu sein.

Nicht ausgeschlossen, dass Sabiri doch wieder für den FCN aufläuft, zumal der 20-Jährige am Ende der Vorwoche auf eine zunächst angekündigte öffentliche Erklärung verzichtet hatte – vermutlich deshalb, um nicht noch mehr Porzellan zu zerschlagen als ohnehin schon geschehen.

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