1. FC Nürnberg: Leistungsträger sollen bleiben – Alles klar mit Thorsten Kirschbaum?

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Donnerstag, 19.11.20 | 09:32

Fünf Spieltage stehen dem 1. FC Nürnberg noch bevor, ehe eine schon jetzt verkorkste Saison abgehakt werden kann. Zwar ist der Vorsprung auf die Abstiegszone durch sechs sieglose Spiele auf sieben Punkte geschrumpft, doch im Normalfall sollte der Club nicht mehr in ernste Gefahr geraten. Schon ein Sieg am Freitag gegen den SV Sandhausen dürfte die kleinen Zweifel am Klassenerhalt beseitigen und es den Verantwortlichen ermöglichen, die längst begonnenen Planungen für die kommende Spielzeit voranzutreiben.

Mit Außenverteidiger Tim Leibold vom VfB Stuttgart II und dem defensiven Mittelfeldspieler Kevin Möhlwald von Rot-Weiß Erfurt hat Nürnberg die ersten beiden Neuzugänge schon offiziell vorgestellt, zu denen in Kürze Offensivmann Dominic Baumann kommen dürfte, dessen Wechsel von Dynamo Dresden an den Valznerweiher auch schon perfekt sein soll.

Wechsel von Kirschbaum schon perfekt?

Auf jeden Fall verpflichtet wird dann noch ein neuer Torhüter, der künftig die unumstrittene Nummer eins im Club-Kasten sein soll. Nachdem zuletzt über einige Torhüternamen wie unter anderem Patric Klandt (FSV Frankfurt) oder den momentan von Werder Bremen an Jahn Regensburg verliehenen Richard Strebinger spekuliert worden ist, scheint die Spur nun endgültig zu Thorsten Kirschbaum zu führen.

Der 28-Jährige konnte Sven Ulreich im Tor des VfB Stuttgart in dieser Saison nur kurzzeitig verdrängen und wurde schon vor zwei Wochen erstmals mit dem Club in Verbindung gebracht. Damals bestätigte Sportvorstand Martin Bader, über eine Ausstiegsklausel in Kirschbaums noch bis 2016 laufenden Vertrag informiert zu sein und mit dem 1,94 Meter großen Schlussmann, der schon in der Jugend für den FCN spielte, zumindest hin und wieder Kontakt zu haben.

Möglicherweise wurden diese Kontakte nun intensiviert, denn zumindest die „Stuttgarter Zeitung“ bzeichnet Kirschbaums Wechsel nach Nürnberg bereits als „nahezu perfekt“. Offiziell bestätigt ist bislang aber noch nichts.

Schöpf und Stark sollen bleiben

Unterdessen hat sich Sportvorstand Bader im „Kicker“ auch zu Spekulationen um den aufgrund eines wahrscheinlichen Millionen-Minus in dieser Saison von verschiedenen Seiten als nötig bezeichneten Verkauf von Leistungs- und Hoffnungsträgern wie Alessandro Schöpf und Niklas Stark geäußert. Für die Erfüllung der Lizenzauflagen der DFL, die eine Verbesserung des negativen Eigenkapitals von rund 1,7 Millionen Euro bis zum Jahresende um fünf Prozent vorsehen, seien Spielerverkäufe nicht nötig.

Vielmehr erhofft sich der Club im Sommer Nachschläge durch die im vergangenen Jahr verkauften Josip Drmic, Mike Frantz und Adam Hlousek sowie  die schon länger abgewanderten Ilkay Gündogan und Philipp Wollscheid, deren Weiterverkauf Geld in die Kassen spülen würde.