1. FC Nürnberg: Mehr Optionen mit Virgil Misidjan

Niederländer mit überzeugendem Testspielauftritt

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Samstag, 10.10.20 | 07:41
Virgil Misidjan

Die lange Leidenszeit scheint vorüber: Virgil Misidjan. © imago images / Eibner

Vier Punkte aus den ersten drei Spielen sind zwar eine solide Ausbeute, doch angesichts zweier Heimspiele hat man sich beim 1. FC Nürnberg zumindest insgeheim wohl durchaus mehr ausgerechnet. Dass nicht mehr Zähler auf dem Konto stehen, liegt zum einen natürlich an der 2:3-Heimpleite am Montag gegen Darmstadt 98, zum anderen aber auch am Auftaktunentschieden bei Jahn Regensburg (1:1), wo eine Führung nicht zum Dreier reichte.

Beim Gastspiel am 18. September in Regensburg war allerdings auch Virgil Misidjan nicht dabei, der am gestrigen Freitag im Testspiel gegen den gleichen Gegner unter Beweis stellte, das Zeug zum Unterschiedsspieler zu haben. Nach einem im Juli 2019 erlittenen Kreuzbandriss und langer Reha ist der 27 Jahre alte Niederländer inzwischen wieder auf einem sehr guten Weg und avancierte gegen den Jahn zum Mann des Tages.

Klauß testet mit Dreierkette

Zunächst konnte Misidjan in der 13. Minute im Strafraum nur per Foul gestoppt werden. Tom Krauß verwandelte den fällig Elfmeter und durfte nur drei Minuten später mit ansehen, wie der von Sarpreet Singh bediente Misidjan auf 2:0 erhöhte. Zwar erlitt Misidjan noch vor der Pause auch eine Sprunggelenksblessur und blieb vorsichtshalber in der Halbzeit in der Kabine, doch schwerwiegender Natur soll die Verletzung eher nicht sein.

Schon für das Gastspiel beim FC St. Pauli am 19. Oktober könnte der schnelle Offensivmann damit zumindest als Joker eine interessante Option sein und die Möglichkeiten von Trainer Robert Klauß erweitern. Denn Misidjan kann nicht nur auf beiden Flügeln eingesetzt werden, sondern ist wie im Test gegen Regensburg auch als zweite Spitze eine Alternative, wobei abzuwarten bleibt, ob das erprobte 5-3-2 bzw. 3-5-2 auch im Liga-Alltag zur Anwendung kommt.