1. FC Nürnberg: Neue Möglichkeiten im Spiel nach vorne

Abgang von Robin Hack droht aber weiterhin

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Sonntag, 30.08.20 | 08:11
Pascal Köpke

Nur der Medizincheck steht noch aus: Pascal Köpke. © imago / Metodi Popow

Mit einem 2:1-Sieg gegen Türkgücü München hat der 1. FC Nürnberg sein Trainingslager in Österreich erfolgreich abgeschlossen. Im Vergleich zum 5:2 eine Woche zuvor gegen die TSG 1899 Hoffenheim fiel der Auftritt gegen den Drittliga-Aufsteiger zwar nicht ganz so furios, aber dennoch in vielerlei Hinsicht vielversprechend aus.

Während der mit der Partie auf schwer bespielbarem Platz nur bedingt zufriedene Trainer Robert Klauß wieder zur Pause ohne Probleme von einem 3-5-2 auf ein 4-4-2 wechseln konnte, meldete sich Hanno Behrens nach einer kurzen Zwangspause mit einem 45-Minuten-Einsatz zurück. Seine erste Hälfte im Club-Trikot absolvierte unterdessen Neuzugang Manuel Schäffler und Virgil Misidjan feierte nach einem im Juli 2019 erlittenen Kreuzbandriss ein halbstündiges Comeback.

Köpke unterschreibt am Montag

Schäffler und Misidjan erweitern die Möglichkeiten in der Offensive, die vergangene Saison lange eine Problemzone war. Darüber hinaus präsentieren sich auch die übrigen Offensivspieler in einer guten Verfassung. Adam Zrelak auf Vorlage von Fabian Schleusener und Felix Lohkemper zeichneten für die Treffer gegen Türkgücü verantwortlich und erhalten künftig neben Schäffler noch einen weiteren neuen Mitspieler respektive Konkurrenten.

Wie der FCN am gestrigen Samstag auf seiner Webseite bekannt gab, wird Pascal Köpke am Montag den obligatorischen Medizincheck absolvieren und anschließend, sollten keine unerwarteten Probleme auftauchen, einen Vertrag unterschreiben. Der 24 Jahre alte Angreifer, der bereits zwischen 2003 und 2013 im Club-Nachwuchs aktiv war, kommt nach zwei Jahren mit wenigen Einsätzen von Hertha BSC und kann sowohl auf beiden Flügeln als auch zentral stürmen.

Neun Spieler für drei Positionen?

Mit Köpke, Schleusener, Schäffler, Lohkemper, Zrelak, Misidjan, Nikola Dovedan und Robin Hack kämpfen damit nach jetzigem Stand gleich acht Akteure um maximal drei Plätze. Hinzu kommt noch Sarpreet Singh, der als Linksaußen eine weitere Variante darstellt.

Gerade nach der Verpflichtung Köpkes ist nicht mehr ausgeschlossen, dass U21-Nationalspieler Hack trotz aller Aussagen der Verantwortlichen, den mit zehn Treffern besten Torschützen der vergangenen Saison unbedingt halten zu wollen, den Verein noch verlässt. Das Interesse des 1. FC Köln ist längst kein Geheimnis mehr, doch ob die Geißböcke die Nürnberger Ablöseforderungen erfüllen können, erscheint fraglich. Offenbar kein Problem wäre eine stattliche Ablöse derweil für den FC Brentford.

Der englische Zweitligist, der den Aufstieg in die Premier League in den Play-offs denkbar knapp verpasst hat, rüstet sich für einen neuen Anlauf und soll laut der Daily Mail eine Offerte über umgerechnet rund 5,6 Millionen Euro vorbereiten. Das wäre dann wohl eine Größenordnung, bei der man in Nürnberg kaum noch ablehnen könnte.