1. FC Nürnberg: Nur ein kleiner Schritt in die richtige Richtung

Zwei schwere Auswärtsaufgaben warten

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Montag, 03.02.20 | 07:06
Jens Keller

Jens Keller will nun auch auswärts punkten. © imago images / Zink

Hätte Christian Mathenia in der 65. Minute nicht den von ihm selbst verursachten Elfmeter von Leart Paqarada parieren können, wäre beim 1. FC Nürnberg das Zittern um die drei Punkte gegen den SV Sandhausen wohl richtig losgegangen. So aber brachte der Club die von Michael Frey und Robin Hack herausgeschossene 2:0-Führung über die Zeit, feierte den zweiten Heimsieg in Serie und durfte nach der Pleite zum Jahresauftakt beim Hamburger SV (1:4) ein wenig durchatmen.

Nürnberg verließ mit dem Erfolg Platz 17 und machte gleich vier Ränge gut. Doch die deutlich freundlichere Platzierung ändert natürlich nichts daran, dass die Lage weiter angespannt ist und es lediglich zwei Punkte Vorsprung sowohl auf den Relegationsplatz als auch auf den ersten direkten Abstiegsplatz sind.

Der gleichwohl wichtige Dreier gegen Sandhausen wurde im Lager des FCN denn auch richtig eingeordnet. Wie seine Spieler sprach auch Trainer Jens Keller auf der vereinseigenen Webseite von einem „ersten Schritt“, an den es nun anzuknüpfen gilt. Keller hofft aber natürlich auch, „den Schwung nach Osnabrück mitnehmen“ zu können.

Heise und Mavropanos als Verstärkung

Beim dortigen Aufsteiger ist der FCN am kommenden Wochenende zu Gast und muss eine Woche später beim 1. FC Heidenheim erneut auswärts ran. Nach bislang nur acht Punkten aus neun Auswärtsspielen wäre es wichtig, auch die Bilanz in der Fremde aufzupolieren, um den Abstand nach unten kontinuierlich erhöhen zu können.

Dass sich Michael Frey in der Endphase noch Gelb-Rot einhandelte und in Osnabrück fehlt, bedeutet mit Blick auf die Leistung des Schweizer Angreifers gegen Sandhausen allerdings eine Schwächung. Dafür hat Youngster Fabian Nürnberger gezeigt, dass es zur Förderung des vorhandenen Potentials richtig gewesen sein könnte, im Winter auf die Nachverpflichtung eines Sechsers zu verzichten.

Und Winter-Neuzugang Philip Heise deutete mit der Flanke zu Freys Führungstor ebenso an, das Zeug zu einer echten Verstärkung zu haben wie Konstantinos Mavropanos als kaum zu überwindender Fels in der Innenverteidigung.