1. FC Nürnberg: Oliver Sorg kann sich wieder festspielen

Enrico Valentini fehlt, denkt aber an ein Karriereende beim Club

Oliver Sorg

Oliver Sorg (r.) wird auf St. Pauli die rechte Abwehrseite des FCN besetzen. © imago images / Actionpictures

Gleich auf mehrere Spieler muss der 1. FC Nürnberg beim Re-Start am Sonntag beim FC St. Pauli verzichten. Die Langzeitverletzten bzw. im Aufbautraining befindlichen Patric Klandt, Paul Besong und Virgil Misidjan bleiben ebenso zu Hause wie der werdende Vater Felix Lohkemper und der von muskulären Problemen geplagte Ersatzkeeper Andreas Lukse.

Während noch offen ist, ob es für Iuri Medeiros nach einem Magen-Darm-Infekt zumindest für den Kader reicht, fällt am Millerntor auch Enrico Valentini aufgrund von Achillessehnenproblemen aus. Damit dürfte klar sein, dass Oliver Sorg auf der rechten Abwehrseite beginnen wird, für den es bei voller Fitness Valentinis möglicherweise eng geworden wäre, und sich so wieder festspielen kann.

Auf jeden Fall war der Vorsprung des 29-Jährige bereits vor der Corona-Pause trotz fünf Startelfeinsätzen in Folge bis zur verletzungsbedingten Auswechslung im bis dato vorletzten Spiel beim Karlsruher SC (1:0) nur sehr dünn. In Karlsruhe kam Valentini nach einer guten halben Stunde für Sorg und machte seine Sache ordentlich, ging freilich eine Woche später zusammen mit seinen Kollegen an einem rabenschwarzen Tag gegen Hannover 96 (0:3) unter – und musste dabei überdies selbst noch vor der Pause angeschlagen vom Feld.

Vertrag erst im Februar verlängert

Nun wären die Chancen Valentinis, der im Februar bis 2022 verlängert hat, auf die Anfangsformation dennoch intakt gewesen, doch die Achillessehne lässt eine volle Belastung am Wochenende nicht zu.

Ungeachtet dessen macht der 31-Jährige aus seiner Verbundenheit zum Club kein Geheimnis und hält es sogar für möglich, als Aktiver nicht mehr zu wechseln: “Ich bin hier, ich habe nochmal verlängern dürfen und kann mir ein Karriereende sehr gut vorstellen“, zitiert die Club-Homepage aus einem Live-Chat mit dem gebürtigen Nürnberger.

Derlei Gedankenspiele allerdings sind natürlich langfristiger Natur. Zunächst geht es für den Club darum, möglichst frühzeitig die für den Klassenerhalt nötigen Punkte zu sammeln. Ansonsten würden ohnehin sämtliche Planspiele über den Haufen geworfen.