1. FC Nürnberg: Ondrej Petrak muss wohl bleiben

Verlängerung per Option eine Kostenfrage

Ondrej Petrak im Duell mit Almog Cohen

Ondrej Petrak (l.) ist meist nur Kurzarbeiter. ©Imago/Zink

Am vergangenen Wochenende saß Ondrej Petrak 76 Minuten lang auf der Ersatzbank, ehe er in der Schlussphase noch mithelfen durfte, den 1:0-Sieg des 1. FC Nürnberg gegen den SV Sandhausen über die Zeit zu bringen. Für den Tschechen war es zwar der zehnte Einsatz in dieser Saison, doch nur vom dritten bis zum fünften Spieltag durfte Petrak von Anfang an ran.

Zufrieden ist der 25 Jahre alte Defensiv-Allrounder, der sowohl in der Innenverteidigung als auch als Sechser eingesetzt werden kann, mit seinem Status in Nürnberg daher verständlicherweise nicht. Und schon im Oktober wurde vermeldet, dass sich Petrak bereits mit einem anderen Verein über einen Wechsel im Winter geeinigt haben soll.

Petrak-Verkauf für Bornemann „nicht so schlau“

Am längeren Hebel allerdings sitzt der 1. FC Nürnberg und das nicht nur im Winter, könnte der Club Petraks aktuell am Saisonende auslaufenden Vertrag doch per Option um ein weiteres Jahr verlängern und somit auch im Sommer ein Wechselveto einlegen.

Und zumindest im Winter sieht es so aus, als würde Petrak keine Freigabe erhalten. „Es wäre aus mei­ner Sicht nicht so schlau, uns selbst zu schwä­chen, indem wir einen Spie­ler, der auf zwei Po­si­tio­nen gut funk­tio­nie­ren kann, ab­ge­ben“, deutete Sportvorstand Andreas Bornemann in Bild mehr als nur an, auch die Rückrunde mit dem früheren tschechischen Junioren-Auswahlspieler zu planen.

Er kommt aus einer Zeit, in der das Ge­halts­ge­fü­ge noch an­ders war. (Andreas Bornemann)

Ausschließen will Bornemann auch eine Verlängerung per Option nicht, auch wenn der Sportvorstand schon anklingen lässt, dass Petrak aktuell zu den Besserverdienern zählt und der Club das gleiche Gehalt nicht unbedingt weiterbezahlen möchte: „Er kommt aus einer Zeit, in der das Ge­halts­ge­fü­ge noch an­ders war. Wir müs­sen aber über­le­gen, wie wir so einen Spie­ler gleich­wer­tig er­set­zen. Den be­kommst du auch nicht ge­schenkt.“

Letztlich scheint die Entscheidung über Petraks Zukunft auch eine Frage der Alternativen. Sollte im Winter ein anderer Verein ein lukratives Ablöseangebot unterbreiten und gleichzeitig passender Ersatz auf dem Markt sein, könnte es auch dann schon zum Abschied des Defensivmannes kommen.

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