1. FC Nürnberg: Reicht das Personal im Angriff?

Langfristiger Ausfall von Pascal Köpke beschneidet die Möglichkeiten

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Mittwoch, 25.11.20 | 07:31
Manuel Schäffler und Pascal Köpke

Manuel Schäffler (l.) und Pascal Köpke werden in den nächsten Monaten nicht gemeinsam jubeln. © imago images / Christian Schrödter

Auch zwei Tage danach ist am Valznerweiher die Erleichterung spürbar, nachdem dem 1. FC Nürnberg beim VfL Osnabrück (4:1) endlich der zweite Saisonsieg und damit zugleich der Sprung ins Tabellenmittelfeld geglückt ist. In die Freude über den Dreier an der Bremer Brücke mischte sich am gestrigen Dienstag allerdings ein dicker Wermutstropfen, der freilich schon zu befürchten war, als Pascal Köpke am Montagabend bereits in der zwölften Minute ausgewechselt werden musste.

Wie der Club nach einer MRT-Untersuchung auf seiner Webseite mitteilte, zog sich Köpke ohne gegnerische Einwirkung einen Riss des vorderen Kreuzbandes im rechten Knie zu. Am heutigen Mittwoch wird der 25-Jährige in Augsburg operiert und danach wohl mindestens sechs Monate ausfallen. Nicht ausgeschlossen ist damit, dass die Saison für den im Sommer von Hertha BSC gekommenen Angreifer bereits beendet ist.

„Die Schwere der Verletzung ist unglaublich bitter für Pascal. Er war gerade in der Verfassung, die wir uns von ihm erhofft hatten. Wir werden ihn als Mannschaft versuchen aufzufangen“, bedauert Trainer Robert Klauß den Ausfall Köpkes, der in Osnabrück an der Seite von Manuel Schäffler in einer Doppelspitze begonnen hatte.

Ersatz im Winter wohl nicht ausgeschlossen

Ohne Köpke sind die Möglichkeiten im Angriff nun deutlich geringer. Während Robin Hack und Felix Lohkemper auf dem Flügel oder in hängender Rolle besser zur Geltung kommen, stehen für die Position neben dem gesetzten Schäffler noch Adam Zrelak und Fabian Schleusener zur Auswahl, wobei letzterer beim Club bislang auch eher auf Außen eingesetzt wurde. Und Zrelak, der in Osnabrück krankheitsbedingt fehlte, konnte in mittlerweile dreieinhalb Jahren in Nürnberg nie den Beweis erbringen, eine tragende Rolle spielen zu können.

Nicht von ungefähr entschieden sich die Club-Verantwortlichen im Sommer, neben Schäffler auch noch Köpke zu verpflichten. Zumindest denkbar, dass man sich beim FCN wegen dessen längerfristiger Abwesenheit nun intensiv Gedanken darüber macht, im Winter nochmals nachzubessern.