1. FC Nürnberg: Sarpreet Singh noch lange nicht abgeschrieben

Durchwachsene Zwischenbilanz der drei Leihspieler

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Dienstag, 10.11.2020 | 07:19
Sarpreet Singh gegen Braunschweig.

Erst 114 Zwitliga-Minuten sammelte Sarpreet Singh für Nürnberg. ©imago images/Joachim Sielski

Zu seinen Neuzugängen erhielt der 1. FC Nürnberg im Sommer nicht wenige Glückwünsche. Während mit Manuel Schäffler und auch dem erst spät verpflichteten Pascal Köpke die berechtigte Hoffnung auf mehr Tore verbunden war und weiter ist, wurden insbesondere auch die Ausleihen von Tom Krauß, Christian Früchtl und Sarpreet Singh als vielversprechend eingestuft.

Die Zwischenbilanz beim Leihspieler-Trio allerdings fällt höchst durchwachsen aus. Der sogar für zwei Jahre von RB Leipzig ausgeliehene Krauß hat sich zwar einen Stammplatz im zentralen Mittelfeld gesichert, konnte das Club-Spiel bislang aber noch nicht so entscheidend prägen wie noch in einigen Testspielen. Dennoch ist der 19-Jährige sicherlich ein guter Griff, von dem in den nächsten eineinhalb Jahren noch einiges zu erwarten sein dürfte.

Die beiden Leihgaben des FC Bayern München hingegen konnten beim FCN noch nicht wie erhofft Fuß fassen. Torwart Christian Früchtl verlor das Duell um die Nummer eins gegen Christian Mathenia und ist noch ohne jede Pflichtspielminute. Der 20-jährige Schlussmann sitzt stattdessen regelmäßig auf der Bank, wo sich zuletzt auch Sarpreet Singh bei Anpfiff der Spiele wiederfand. Der flexibel einsetzbare Mittelfeldspieler durfte nur im DFB-Pokal gegen RB Leipzig (0:3) und am ersten Spieltag bei Jahn Regensburg (1:1) von Beginn an ran, enttäuschte aber jeweils.

Singh verpasst die nächsten Spiele

Seitdem wurde Singh nur noch vier Mal eingewechselt. Am vergangenen Wochenende blieb der 21-Jährige ganz draußen und wird nun zeitnah auch keine größere Rolle spielen. Denn aus persönlichen Gründen reist der sechsfache A-Nationalspieler Neuseelands für die kommenden drei Wochen in seine Heimat. Beim VfL Osnabrück (23.11.) und gegen Greuther Fürth (29.11.) steht Singh damit nicht zur Verfügung.

„ Wir wissen, dass Sarpreet ein Riesenfußballer ist. ”
Robert Klauß

Obwohl die Erwartungen an Singhs Verpflichtung sicher andere und weitaus höher waren, hat Trainer Robert Klauß die fraglos hochveranlagte Bayern-Leihgabe noch lange nicht abgeschrieben: „Wir wissen, dass er ein Riesenfußballer ist und glauben, dass er für uns noch viele Spiele auf sehr hohem Niveau machen kann“, zeigt sich der Club-Coach gegenüber nordbayern.de zuversichtlich, Singh noch gewinnbringend einbauen zu können. Allerdings frühestens am 6. Dezember, wenn der FCN beim SC Paderborn gastiert.