1. FC Nürnberg: Simon Rhein kann gehen

Mittelfeldspieler ohne Perspektive

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Montag, 14.09.20 | 07:15
Simon Rhein

Wohl künftig nicht mehr im Club-Trikot zu sehen: Simon Rhein (l.). © imago images / Chai v.d. Laage

Das Pokal-Aus gegen RB Leipzig (0:3) und damit einen Gegner, der schlichtweg in einer anderen Güteklasse angesiedelt ist, sollte man beim 1. FC Nürnberg schnell abhaken. In den kommenden Tagen steht vielmehr bereits der Zweitliga-Auftakt am Freitag bei Jahn Regensburg im Blickpunkt, der natürlich erfolgreich gestaltet werden soll, um sich nicht direkt wieder im hinteren Bereich der Tabelle wiederzufinden.

Keine Rolle spielen wird beim Gastspiel in der Oberpfalz aller Voraussicht nach Simon Rhein, der auch schon gegen Leipzig nicht im Kader stand. Nicht ohne Grund, hat der 22 Jahre alte Mittelfeldspieler doch beim FCN allem Anschein nach keine Perspektive mehr. Wie der „kicker“ (Ausgabe 76/2020) berichtet, kann und soll Rhein sich noch in dieser Transferperiode einen neuen Klub suchen.

Stammkraft beim Würzburger Aufstieg

Zunächst war wohl angedacht, dass Rhein seinen 2021 auslaufenden Vertrag verlängern soll, um dann noch eine weitere Saison ausgeliehen zu werden, doch diesen Plan hat man am Valznerweiher offenkundig verworfen. Stattdessen spielt der 2017 aus dem Nachwuchs von Bayer Leverkusen gekommene Blondschopf auch in den mittel- und langfristigen Überlegungen keine Rolle mehr.

Vergangene Saison zählte Rhein als Leihspieler bei den Würzbürger Kickers zu den Stammkräften und hatte mit einem Tor und sechs Vorlagen in 29 Einsätzen seinen Anteil am Zweitliga-Aufstieg der Unterfranken. Gut möglich, dass man in Würzburg die Entwicklung um Rhein aufmerksam verfolgt, halten die Kickers doch noch Ausschau nach Verstärkung für das zentrale Mittelfeld. Nicht ausgeschlossen, dass angesichts von Rheins nicht vorhandener Perspektiven beim Club eine Rückkehr auf den Dallenberg zum Thema wird.