1. FC Nürnberg: Verkäufe wegen drohendem Punktabzug? – Oliver Kreuzer als Bader-Nachfolger?

Das nach wenig überzeugendem Auftritt über 120 Minuten und denkwürdigem Elfmeterschießen beim VfR Aalen glückliche Erreichen der zweiten Runde im DFB-Pokal beschert dem 1. FC Nürnberg sichere Zusatzeinnahmen in Höhe von 268.000 Euro, die durch Zuschauereinnahmen noch weiter steigen können. Geld, das der Club offenbar dringend benötigt, das allerdings nach Informationen der „Bild“ dennoch nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist.

[ad]Denn laut dem Boulevard-Blatt ist die finanzielle Lage in Nürnberg so angespannt, dass der FCN bis Ende August einen Transferüberschuss in Höhe von 2,5 Millionen Euro erzielen muss, um einen andernfalls drohenden Punktabzug zu vermeiden. Dass die DFL mit Sanktionen dieser Art nicht zögert, wenn gegen Lizenzierungs-Auflagen verstoßen wird, zeigen die Beispiele VfR Aalen und SV Sandhausen aus dem Frühjahr.

Während der Club mit Akteuren wie Robert Koch oder Dave Bulthuis, denen man bekanntlich keine Steine in den Weg legen würde, allenfalls den Gehaltsetat senken, aber kaum nennenswerte Ablöse erzielen kann, rückt zwangsläufig der Verkauf von Tafelsilber auf die Agenda. Sicherlich die vorhandene Lücke schließen könnten Verkäufe von Alessandro Schöpf und Niklas Stark, für die es in der Bundesliga Interessenten gäbe. Aber auch Defensiv-Allrounder Ondrej Petrak könnte ein Verkaufskandidat sein. Jakub Sylvestr, der für Trainer Rene Weiler noch am ehesten verzichtbar wäre, ist auch ein Wechselkandidat, würde aber kaum 2,5 Millionen Euro bringen.

Erst einmal erledigt hat sich derweil wohl die Suche nach weiteren Neuzugängen. Trainer Weiler, der gerne noch einen Stürmer und einen Innenverteidiger hätte, muss vielmehr fürchten, noch an Qualität zu verlieren.

Nerlinger sagt ab – Kreuzer im Fokus

Unterdessen läuft die Suche nach einem neuen Sportvorstand als Nachfolger für den Ende September scheidenden Martin Bader. Kommen soll laut Aufsichtsratsboss Dr. Thomas Grethlein ein Mann, der sportliche und wirtschaftliche Kompetenzen auf sich vereint. Ins Raster gepasst hätte Christian Nerlinger, der dem FCN aber abgesagt hat und weiter in seiner Sport-Management-Agentur arbeiten will.

Ein Kandidat ist nach Informationen dafür Oliver Kreuzer, der aktuell auch mit dem TSV 1860 München in Verbindung gebracht wird. Der 49 Jahre alte Ex-Profi arbeitete bis vor einem Jahr für den Hamburger SV und lieferte zuvor unter anderem beim Karlsruher SC und bei Red Bull Salzburg gute Arbeit ab.


[ad#ads]