1. FC Nürnberg: Wer wird das Pendant von Robin Hack?

Mehrere Kandidaten für die zweite Flügelposition

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Samstag, 09.05.20 | 09:03
Robin Hack

Robin Hack (l.) hat seinen Platz auf dem linken Flügel sicher. © imago images / Bernd Müller

Der Start ins Mannschaftstraining ist beim 1. FC Nürnberg denkbar unglücklich verlaufen. Gleich bei der zweiten „normalen“ Einheit nach wochenlangen Individual- und Kleingruppentraining zog sich Paul-Philipp Besong am Freitagvormittag einen Kreuzbandriss im linken Knie zu. Der 19-jährige Angreifer spielte bislang zwar bei den Profis, freilich auch verletzungsbedingt, noch keine Rolle, gilt aber als Versprechen für die Zukunft und stand just im letzten Spiel vor der Corona-Pause gegen Hannover 96 (0:3) erstmals im Kader.

Nun muss Besong aber erst einmal mindestens sechs Monate pausieren, während es für die Mannschaft von Trainer Jens Keller gilt, sich intensiv auf den Start der Restsaison am nächsten Sonntag beim FC St. Pauli vorzubereiten. Im Zuge dessen ist Keller gefordert, direkt eine funktionierende Elf zu finden, um im Idealfall nicht mehr ernsthaft um den Klassenerhalt bangen zu müssen.

Davon ausgehend, dass es beim zuletzt praktizieren 4-2-3-1 bleibt, muss Keller offensiv insbesondere auf dem rechten Flügel eine Lösung finden. Während Hanno Behrens auf der Zehn, Robin Hack als Linksaußen und Michael Frey in der Spitze voraussichtlich gesetzt bleiben, bewerben sich dort mehrere Akteure, die allesamt noch nicht vollends überzeugen konnten.

Entscheidung zwischen Dovedan und Schleusener?

Nikola Dovedan, Sebastian Kerk und Fabian Schleusener sind dennoch auch für den Re-Start die ersten Alternativen. Virgil Misidjan benötigt derweil nach langer Verletzungspause noch etwas Zeit, während der vor der Corona-Krise von einer Sehnenverletzung außer Gefecht gesetzte Iuri Medeiros just zum Start des Mannschaftstrainings von einem Magen-Darm-Infekt zurückgeworfen wurde.

Der mit hohen Erwartungen verpflichtete Portugiese, der bislang in neun Einsätzen noch ohne Torbeteiligung geblieben ist, gilt nach wie vor als Hoffnungsträger, muss sich nun aber beweisen. Ob Kerk, dessen Vertrag ausläuft, dazu noch die Gelegenheit erhält, ist hingegen fraglich. Wahrscheinlicher ist, dass für die Startelf auf St. Pauli die Entscheidung zwischen Schleusener und Dovedan fällt – immer mit der Hoffnung, dass sich endlich ein passendes Pendant zum auf Linksaußen herausragenden Hack entwickelt.