1. FC Nürnberg: Wie könnte die neue Offensive aussehen?

Viele Optionen für Michael Köllner

Michael Köllner

Die Qual der Wahl im Offensivbereich: Michael Köllner © Imago

Nach Ulisses Garcia (Werder Bremen) und Federico Palacios Martinez (RB Leipzig) hat der 1. FC Nürnberg am gestrigen Freitag mit Marvin Stefaniak (VfL Wolfsburg) den dritten neuen Spieler dieser Winterpause von einem Bundesligisten verpflichtet und damit seine Aufstiegsambitionen sehr deutlich unterstrichen.

Gerade im vorderen Bereich ergeben sich durch die drei Neuzugänge zahlreiche Optionen, wenngleich mit dem wieder verletzten Adam Zrelak (Muskelfaserriss) und Sebastian Kerk (Reha nach Achillessehnenriss) zwei Offensivkräfte noch ausfallen.

Ulisses Garcia ist zwar ein Defensivspieler für die linke Seite oder die Innenverteidigung, doch läuft der Schweizer als Linksverteidiger auf, könnte Tim Leibold eine Reihe nach vorne rücken. Palacios Martinez ist derweil auf praktisch allen Offensivpositionen einsetzbar und Stefaniak in erster Linie eine Option für beide Flügel mit einer Präferenz für links.

Mehrere Grundordnungen möglich

In der Hinrunde entschied sich Trainer Michael Köllner meist für ein 4-1-4-1 bzw. je nach Spielsituation ein 4-3-3, das auch wegen der neuen Alternativen aber nicht in Stein gemeißelt sein dürfte. So ist künftig auch eine Doppelspitze vorstellbar, in der neben dem wohl gesetzten Mikael Ishak Palacios Martinez ebenso auflaufen könnte wie der in zwei, drei Wochen wieder fitte Zrelak oder auch Tobias Werner.

Werner ist freilich auch ein Kandidat für den linken Flügel, wo aber auch Stefaniak spielen will und Leibold zumindest eine Option darstellt. Kerk, der auf dieser Position stark in die Saison gestartet ist, benötigt hingegen noch Zeit. Stefaniak und Werner sind grundsätzlich auch rechts vorstellbar. Dort will aber Edgar Salli, der auch links spielen könnte, seinen erst am Ende der Hinrunde eroberten Stammplatz verteidigen.

Wohin mit Eduard Löwen?

Für den wechselwilligen Rurik Gislason, dem der Club keine Steine in den Weg legen würde, bleibt da kaum mehr Platz. Und auch im Mittelfeld wird es eng. Kevin Möhwald und Hanno Behrens sollten in einem 4-1-4-1 auf den beiden zentralen Offensivpositionen die besten Chancen haben.

Allrounder Eduard Löwen müsste dann wie in der Vorrunde desöfteren in der Abwehrkette wieder einen anderen Platz in der Startelf finden, was aber ebenfalls nicht einfach wird. Denn auch in der Defensive ist der Club qualitativ und quantitativ gut aufgestellt. Zumindest personell scheinen die Voraussetzungen für den Aufstieg geschaffen – bleibt abzuwarten, ob das vorhandene Potential auch in Punkte umgemünzt werden kann.

Gewinnt Nürnberg gegen Regensburg? Jetzt wetten!