1. FC Nürnberg: Wird Ondrej Petrak nochmal wichtig?

Drei weitere Leihspieler kehren zurück

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Sonntag, 19.07.20 | 08:05
Ondrej Petrak

Nach halbjährigem Intermezzo in Dresden wieder beim Club unter Vertrag: Ondrej Petrak. © imago images / Zink

Beim 1. FC Nürnberg sind eine Woche nach der Last-Minute-Rettung beim FC Ingolstadt die zentralen Fragen weiterhin ungeklärt. Eine Entscheidung über den neuen Sportvorstand, dem dann der künftige Trainer folgen soll, wird wohl nicht vor Ende nächster Woche fallen.

Mindestens bis dahin müssen sich mutmaßlich auch einige Spieler gedulden, die im Moment nicht um ihre Rolle in den Zukunftsplanungen wissen. Dazu zählen mit Ondrej Petrak (Dynamo Dresden), Törles Knöll (SV Wehen Wiesbaden), Simon Rhein (Würzburger Kickers) und Dominik Steczyk (Piast Gliwice) auch vier zuletzt verliehene Akteure, die seit dem 1. Juli wieder beim Club unter Vertrag stehen.

Während die Angreifer Knöll und Steczyk auch bei ihren vorübergehenden Arbeitgebern meist nicht über eine Rolle als Joker hinausgekommen sind, brachte es Rhein auf immerhin 29 Einsätze im defensiven Mittelfeld der Würzburger Kickers, auf die der 22-Jährige nach dem Aufstieg der Unterfranken nun kommende Saison als Gegner treffen könnte.

Petraks Vertrag läuft noch ein Jahr

Rhein winkt beim Club schon alleine aufgrund seiner Perspektive eine neue Chance. Ob das auch für Ondrej Petrak gilt, bleibt abzuwarten. Der Tscheche wechselte im Januar nach sechs Jahren in Nürnberg auf Leihbasis nach Dresden, konnte Dynamos Abstieg aber in seinen 13 Einsätzen auch nicht verhindern, womit sich ein längerfristiger Verbleib bei der SGD erledigt hatte. Petrak deutete aber in den zurückliegenden Monaten mehr als nur an, in der 2. Bundesliga nach wie vor eine ordentliche Rolle spielen zu können.

Weil dem 1. FC Nürnberg der Abgang von Patrick Erras droht und weil Fabian Nürnberger in den Relegationsspielen mit dem linken Flügel ein neues Betätigungsfeld gefunden haben könnte, ist nach jetzigem Stand das defensive Mittelfeld anders als bei Petraks Abgang im Winter zumindest nicht überbesetzt. Eine Planstelle für Petrak könnte damit durchaus frei sein.

Ob der 28-Jährige, dessen Vertrag noch bis 2021 läuft und der in der Vergangenheit mehrfach einen Abschied aus Nürnberg abgelehnt hatte, künftig wieder voll eingeplant ist, zählt aber sicherlich zu den Entscheidungen, die der neue Trainer und der neue Sportvorstand treffen müssen.