HSV gegen VfB Stuttgart

Analyse, Aufstellung & Quoten zum Spiel am 26.10.2019

Mario Gomez

Mario Gomez (l.) darf auf eine Chance in der Startelf hoffen. © imago images / Sportfoto Rudel

Der Hamburger SV und der VfB Stuttgart sind als große Aufstiegsfavoriten gestartet und treffen nun am elften Spieltag tatsächlich zum Duell Erster gegen Zweiter aufeinander. Durchweg überzeugt haben beide Klubs indes noch nicht und mit Arminia Bielefeld überdies einen starken Rivalen im Kampf um die direkten Aufstiegsplätze. Ein Sieg vor dem schnellen Wiedersehen am Dienstag im DFB-Pokal wäre deshalb für beide Klubs fraglos ein Big-Point.

HSV: Jung von Anfang an und Hunt nur Joker?

Im 115. Pflichtspiel stehen sich beide Vereine zum ersten Mal in der 2. Bundesliga gegenüber. Die bisherige Bilanz ist mit jeweils 45 Siegen sowie 24 Unentschieden ausgeglichen. Zu Hause allerdings hat der HSV mit 30 Siegen, zwölf Remis und nur 14 Niederlagen klar die Nase vorne. Auch das bis dato letzte Heimspiel gegen die Schwaben in der Saison 2017/18 gewann der HSV mit 3:1.

Im ersten von zwei Spitzenspielen innerhalb von sechs Tagen hat der HSV bei Arminia Bielefeld (1:1) gepunktet und sich dabei gegenüber den vorherigen Auftritten in der Fremde deutlich verbessert präsentiert. Nun aber darf die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking wieder im heimischen Volksparkstadion ran, wo die letzten vier Partien allesamt ohne jedes Gegentor gewonnen wurden.

Personell wird Hecking im Vergleich zum Montag vermutlich nicht allzu viel verändern. Gideon Jung, der in Bielefeld aus einer kurzen Verletzungspause kommend noch nicht bei 100 Prozent gewesen wäre, könnte aber den Vorzug vor Timo Letschert erhalten und mit Rick van Drongelen die bewährte Innenverteidigung bilden.

Aaron Hunt steht nach zweiwöchiger Zwangspause derweil wieder voll im Mannschaftstraining und ist auch eine Alternative. Allerdings will Hecking zum einem bei seinem Kapitän kein verfrühtes Risiko eingehen und hat zum anderen keinen Grund, das Mittelfeldzentrum mit Adrian Fein auf der Sechs sowie Jeremy Dudziak und Sonny Kittel davor umzubauen. Auch die Offensivreihe dürfte mit Martin Harnik und Bakery Jatta auf Außen sowie Lukas Hinterseer im Zentrum unverändert bleiben.

VfB Stuttgart: Tim Walter mit einigen Optionen

Aufgrund der Sperre von Holger Badstuber kann der VfB Stuttgart nicht in gleicher Besetzung auflaufen wie beim 0:1 gegen Holstein Kiel, wobei Trainer Tim Walter seine Startelf vermutlich auch unabhängig davon verändert hätte. Badstuber hätte freilich kaum seinen Platz verloren, muss aber nun entweder durch Nathaniel Phillips oder Maxime Awoudja ersetzt werden, die beide bislang noch nicht vollends überzeugen konnten.

Vor der Abwehrreihe geht die Suche nach der optimalen Besetzung in die nächste Runde. Dass Coach Walter wie etwas überraschend gegen Kiel wieder in einem 4-3-3 agieren lässt, ist zwar nicht ausgeschlossen, aber eher unwahrscheinlich. Vielmehr dürfte neben dem wohl gesetzten Nicolas Gonzalez eine echte, zweite Spitze starten. Mario Gomez und der gegen Kiel als Linksaußen aufgebotene Silas Wamangituka sind die Kandidaten. Hamadi Al Ghaddioui hingegen fällt wegen Knieproblemen aus.

Im Falle einer Doppelspitze würde im Mittelfeld wohl die Rückkehr zur Raute erfolgen, für die verschiedene Besetzungen in Frage kommen. Atakan Karazor könnte statt Santiago Ascacibar auf der Sechs beginnen, während Orel Mangala und Philipp Klement mit Gonzalo Castro, Philipp Förster und dem auch auf den Halbpositionen einsetzbaren Ascacibar konkurrieren. Roberto Massimo, der gegen Kiel seine unerwartete Chance auf dem rechten Flügel nicht nutzen konnte, muss voraussichtlich auf die Bank.

Daniel Didavi und Borna Sosa fallen unterdessen genau wie die Langzeitverletzten Marcin Kaminski und Sasa Kalajdzic weiter aus.

Tipps & Quoten zum Spiel

TV-Tipps: Live-Übertragung auf Sky & Sky Go (Anstoß: Samstag, 13 Uhr), Free-TV-Highlights ab 18.30 Uhr in der ARD-Sportschau. Kommentator: Jürgen Schmitz

Unser abschließender Wett Tipp:

Nach den jüngsten Patzern gilt Stuttgart beim heimstarken HSV als Außenseiter - und könnte von der geringeren Erwartungshaltung und einem im Vergleich zu den letzten Wochen mitspielenden Gegner profitieren. »Jetzt mit 15.00-Quote (statt regulär 3.80) bei Bet3000 auf Stuttgart-Sieg tippen.