Dimitrios Diamantakos gegen Manuel Riemann

Hält Manuel Riemann (unten) auch gegen St. Pauli seinen Kasten sauber? ©Imago images/Beautiful Sports

Zum Auftakt des 30. Spieltages erwartet der VfL Bochum den FC St. Pauli zu einem Duell auf Augenhöhe im unteren Tabellenmittelfeld. Mit 36 bzw. 35 Punkten auf dem Konto sind beide noch nicht über den Berg, aber auch nicht mehr weit vom Klassenerhalt entfernt. Ein Erfolg am Freitagabend könnte somit sowohl für den seit sieben Spielen (3-4-0) unbesiegten VfL als auch für die seit drei Begegnungen sieglosen (0-2-1) Kiezkicker zu einem vorentscheidenden Big-Point werden.

VfL Bochum: Gamboa zurück, Ganvoula fit

34 Pflichtspiele gab es bisher zwischen beiden Vereinen. Bei schon 14 Unentschieden weist der FC St. Pauli mit 13 Siegen und nur sieben Niederlagen die deutlich bessere Bilanz auf. In Bochum allerdings ist die Statistik mit jeweils fünf Siegen sowie sechs Remis ausgeglichen. Aktuell wartet der VfL indes seit elf Partien auf einen Sieg gegen St. Pauli. Seit einem 1:0-Auswärtssieg 2013/14 am Millerntor verlor Bochum wie vergangene Spielzeit im letzten Heimspiel gegen die Kiezkicker (1:3) sechsmal bei fünf Unentschieden. Ohne Sieger endete auch in dieser Saison das Hinspiel am Millerntor (1:1).

„ Das darf nicht leichtfertig wieder hergegeben werden. ”
Thomas Reis

Obwohl es dem VfL Bochum gelungen ist, sich ein wenig zu befreien und sogar einen einstelligen Tabellenplatz zu erklimmen, trat Trainer Thomas Reis zu Wochenbeginn als Mahner auf. "Das darf nicht leichtfertig wieder hergegeben werden", betonte der 46-Jährige gegenüber der Reviersport sicherlich auch mit Blick auf eine neue und durchaus bemerkenswerte Stabilität. Denn nach 45 Gegentoren an den ersten 24 Spieltagen ließ der VfL zuletzt in fünf Begegnungen nur einen weiteren Gegentreffer zu.

Beim jüngsten 0:0 in Nürnberg stand die Hintermannschaft auch ohne den gelbgesperrten Cristian Gamboa, für den Stefano Celozzi als Rechtsverteidiger begann, weitgehend sicher. Dennoch dürfte nun Gamboa zurückkehren. Ob auch Robert Tesche, der in Nürnberg dem wieder fitten Vitaly Janelt im defensiven Mittelfeld den Vortritt lassen musste, wieder in die Startelf rückt, bleibt derweil abzuwarten.

Während offensiv Simon Zoller und Danny Blum weiter ausfallen, soll der in Nürnberg zur Pause angeschlagen ausgewechselte Silvere Ganvoula wie gewohnt von Beginn an stürmen.

FC St. Pauli: Umstellungen in der Defensive

Dem FC St. Pauli droht im Saisonfinale möglicherweise ein personeller Engpass. Nachdem zuvor schon Christopher Buchtmann, Philipp Ziereis, Kevin Lankford und Christian Conteh auf der Ausfallliste standen, fehlte beim jüngsten 1:1 in Karlsruhe auch Ryo Miyaichi aufgrund von Knieproblemen. Zudem trugen mit James Lawrence, Daniel Buballa und Sebastian Ohlsson gleich drei Viertel der Viererkette Blessuren davon.

Während für Lawrence die Saison aufgrund einer Muskelverletzung mutmaßlich schon beendet ist, steht hinter dem Einsatz von Buballa in Bochum wegen einer Oberschenkelzerrung ein Fragezeichen. Besser sieht es aus bei Ohlsson, der nach einer Schulterprellung wohl einsatzbereit ist. Doch auch mit dem Schweden bleiben Trainer Jos Luhukay Umstellungen im Defensivbereich nicht erspart.

Für Lawrence wäre ein fitter Buballa in der Innenverteidigung zu erwarten, während Matt Penney die linke Abwehrseite übernehmen könnte. Muss auch Buballa passen, könnte mit Christopher Avevor der eigentliche Kapitän nach zehn Monaten Verletzungspause sein Comeback feiern. Oder Marvin Knoll, für den dann Johannes Flum auf der Doppelsechs starten könnte, rückt in die letzte Reihe.

Im Offensivbereich könnte zum einen Miyaichi für Luis Coordes auflaufen. Zum anderen sind Henk Veerman und Borys Tashchy Kandidaten für den Angriff, in dem zuletzt Waldemar Sobota als hängende Spitze neben Dimitrios Diamantakos und damit in eher ungewohnter Rolle agierte.

Tipps & Quoten zum Spiel

TV-Tipps: Live-Übertragung auf Sky & Sky Go (Anstoß: Freitag, 18.30 Uhr), Free-TV-Highlights ab 22.15 Uhr bei Sky Sport News HD und Sport 1. Kommentator: Roland Evers

Unser abschließender Wett Tipp:

Bochum befindet sich in guter Form und hat zuletzt eine lange Zeit vermisste Heimstärke entwickelt. Gegen auswärtsschwache und ersatzgeschwächte Kiezkicker ist der dritte Heimsieg in Folge nicht unwahrscheinlich. »Jetzt mit 10.00-Quote (statt 2.34) bei bet-at-home auf Bochum-Sieg tippen.